Die Forscher der japanischen Keio University vergleichen ihren Begleitroboter in Form eines schwebenden Wals mit Tinkerbell, der kleinen fliegenden Fee in Disneys Peter Pan. Gedacht ist der mit Helium gefüllte Flugroboter für Innenräume. Da der Soft Floating Robot (SFR) ohne lauten Propellerantrieb auskommt, schwebt er leise in der Gegend herum, um etwa seine Nutzer an Termine zu erinnern, beim Lernen zu helfen und mit ihnen zu tanzen.

Mini-Zeppelin mit Schlagflügeln

Der SFR der japanischen Wissenschaftler besteht aus einer heliumgefüllten Hülle und erinnert an einen fliegenden Mini-Wal in der Art eines Zeppelins. Der Auftrieb wird über schlagende Flossen realisiert, die zugleich als Steuerung dienen. Dieses Flug-Antriebskonzept hat zwei entscheidende Vorteile: Es arbeitet leise und benötigt wenig Energie. Das Konzept steht dabei ganz im Gegensatz zu Quadrokoptern, die mit ihren lärmenden Propellern ordentlich Energie zum Fliegen benötigen, als Begleitroboter in der heimischen Umgebung zu laut sind und sprichwörtlich zu „viel Wind machen“.

Die Schlagflügel des SFR bestehen aus Kohlefaser, um den Roboter so leicht wie möglich zu halten, damit das Helium im Inneren des Körpers den Flugroboter in der Schwebe halten kann. Etwa ein Liter Helium kann ein Gramm tragen. Die Schlagflügel werden über eine Steuerungselektronik von leichten Mikro-Servos angetrieben. Ein kompakter Lithium-Ionen-Akku sorgt für die nötige Energie. Die Schlagflügel erzeugen über einen symmetrischen Flügelschlag für den nötigen Vortrieb. Asymmetrische Flügelbewegungen lassen den SFR im Raum manövrieren. Die Steuerung erfolgt dabei sehr genau.