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Bevor der politische Zirkus weiterzieht, ins Sommerloch entschwindet oder sich wieder mit Trump/Ukraine/AfD beschäftigt, lohnt es sich, noch einen Moment bei Kai Wegner zu verharren, dem Regierenden Bürgermeister, und dessen Rückzug als Berliner Spitzenkandidat der CDU. Wegner lieferte am Freitagnachmittag einen Auftritt, der nachwirken wird, weil sich in diesen rund 30 Minuten einige grundsätzliche Probleme des politischen Geschäfts zeigten.

Zu seiner Verteidigung kann man anführen, dass es für Wegner ein schwerer Termin war, mit dem seine Zeit als einflussreicher Politiker faktisch schon endet, auch wenn er noch ein paar Wochen Bürgermeister sein wird. Dass ihn die eigenen Leute loswerden wollten und er womöglich bei der Verarbeitung des Ganzen noch in der Phase des Leugnens steckt. Doch selbst dann bleibt immer noch die Frage, was sich Wegner bei seinem Auftritt eigentlich gedacht hat.