Dem KI-Shopping-Start-up Phia wird vorgeworfen, zu Unrecht Provisionen für Käufe in Onlineshops kassiert zu haben. Besondere Prominenz bekommt das Unternehmen, da die 23-jährige Tochter des Microsoft-Gründers Bill Gates zu den Gründerinnen gehört.Phia wirbt damit, für seine Nutzerinnen und Nutzer beim Onlineshopping besonders günstige Angebote und Rabattcodes zu finden. Doch eine Recherche von »Bloomberg« zeigte, dass die Browsererweiterung des Unternehmens offenbar Onlineshops täuschte, um Provisionen zu verdienen. Das Unternehmen hat die umstrittene Praxis mittlerweile beendet.
Bei dem Skandal geht es um sogenannte Affiliate-Links: Medien oder andere Portale verlinken dabei auf Onlineshops und erhalten eine Provision, wenn Nutzerinnen oder Nutzer über diese Links Waren einkaufen. Laut der Recherche öffnete die Browsererweiterung von Phia während des Bezahlvorgangs eines Einkaufs im Hintergrund ein neues Tab und fügte dort einen eigenen Empfehlungscode ein – ohne Interaktion des Käufers. Damit konnten Empfehlungen von anderen Websites überschrieben werden, sodass Phia Provisionen für Verkäufe einfordern konnte, mit denen die App nichts zu tun hatte. Die Praxis nennt man »Cookie-Dropping« oder »Cookie-Stuffing«.












