Erinnern Sie sich noch an die Winter-WM vor dreieinhalb Jahren in Katar? Die Fußball-Fans, die das Turnier seinerzeit nicht boykottierten, dürften das fabelhafte Fußball-Märchen Marokkos noch vor Augen haben. Als erste afrikanische Mannschaft schafften es die Atlaslöwen beim größten Sportereignis der Welt ins Halbfinale. Erst musste Spanien im Achtelfinale dran glauben, dann warf der große Außenseiter im Viertelfinale auch noch Portugal aus dem Turnier. Erst im Halbfinale endete die fabelhafte Reise bei der Niederlage gegen Frankreich.

Auch, wenn sich für diejenigen, die den Außenseitern die Daumen drücken, an jenem Tag die Hoffnungen auf einen Sensations-Endspielteilnehmer nicht erfüllten: Marokko schrieb bis fünf Tage vor dem Finale eine Heldengeschichte, wie sie es nun beim Turnier in den USA, Mexiko und Kanada nicht gibt.

Fußball-WM

Keine Sensation: England und Argentinien komplettieren Giganten-Halbfinale

Im Halbfinale am Dienstag und Mittwoch stehen mit Frankreich, Spanien, England und Argentinien, die vier Nationen, die im Vorfeld des Turniers am häufigsten als kommende Weltmeister getippt wurden. Kylian Mbappé, Lionel Messi oder Harry Kane – die Superstars drückten diesem Turnier ihren Stempel auf wie nie zuvor. Dass es diese Spieler mit ihren Teams unter die letzten Vier geschafft haben, ist natürlich verdient und das Ergebnis harter Arbeit. Eine Überraschung ist es aber nicht.