Ganz unerwartet war es nicht – und trotzdem schlug die Nachricht ein wie eine Bombe: Volkswagen will nach Spiegel-Informationen ab 2031 die Produktion in den Werken Zwickau und Emden auslaufen lassen. Das Nutzfahrzeugwerk Hannover soll 2032 folgen, das Audi-Werk Neckarsulm zwei Jahre später. Rund 40.000 Beschäftigte wären betroffen, 8.000 Menschen davon allein in Zwickau.
Für Sachsen wäre das weit mehr als das Aus eines einzelnen Werks. Gemeinsam mit dem Motorenwerk Chemnitz und der Gläsernen Manufaktur Dresden bildet VW Sachsen den größten industriellen Arbeitgeber Sachsens und Ostdeutschlands. Nach Angaben des sächsischen Wirtschaftsministeriums hängen insgesamt mehr als 100.000 Menschen in der Region direkt von Volkswagen und seinen Zulieferern ab.
Seit Monaten kursieren deshalb immer neue Rettungsideen. Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter (SPD) brachte bereits im Mai ein Joint Venture mit einem chinesischen Hersteller ins Gespräch. Inzwischen wird sogar über einen vollständigen Verkauf des Werks an einen chinesischen Autobauer spekuliert. Doch würden die Beschäftigten dabei überhaupt mitgehen?
Zwickau bereits ein „Mehrmarkenstandort“: IG Metall schließt China-Beteiligung nicht aus














