Deutschlands größter Autobauer VW steht offenbar vor weiteren massiven Einschnitten. Das berichtet das Manager Magazin unter Berufung auf die Nachrichtenseite Insider. Demnach sollen in den nächsten Jahren weltweit bis zu 100.000 Jobs wegfallen. Zudem könnten die VW-Werke in Hannover, Zwickau und Emden sowie das Audi-Werk in Neckarsulm geschlossen werden.

Besonders die Pläne zu Werksschließungen sind brisant. Erst Ende 2024 wurden alle VW-Werke nach harten Verhandlungen mit der IG Metall gerettet. Die aktuellen Berichte lösen daher entsprechend heftige Reaktionen aus. „Eine Schließung des Werkes in Zwickau wäre ein heftiger Schlag für Sachsen“, betont Autoexperte Frank Schwope auf Anfrage der Berliner Zeitung. Auch die IG Metall und der VW-Betriebsrat üben scharfe Kritik am Konzern. „Sollten solche Pläne vorangetrieben werden, würden wir sie mit aller Macht verhindern“, heißt es in einer gemeinsamen Stellungnahme. Steht VW jetzt vor einem historischen Wendepunkt?

VW-Sprecher: „Unser Geschäftsmodell funktioniert nicht mehr“

Der VW-Konzern hat inzwischen auf die Berichte reagiert und betont, man werde interne, vertrauliche Unterlagen nicht kommentieren. „Die zugrunde liegenden Sachverhalte werden in den zuständigen Gremien besprochen und verabschiedet“, teilte ein Sprecher auf Anfrage der Berliner Zeitung mit. „Diesem Prozess werden wir nicht vorgreifen.“