Deutschlands größter Autokonzern will massiv sparen: In fünf Jahren soll die Produktion nach SPIEGEL-Informationen in Zwickau und Emden auslaufen. Zudem sollen Investitionen um rund 50 Milliarden Euro sinken.
09.07.2026, 08.40 Uhr
Volkswagen-Chef Oliver Blume
Der Volkswagen-Vorstand um Konzernchef Oliver Blume will in fünf Jahren die Produktion in den VW-Werken in Zwickau und Emden auslaufen lassen. Das Nutzfahrzeugwerk in Hannover soll 2032 folgen, das Audi-Werk in Neckarsulm 2034. Das erfuhr der SPIEGEL aus Aufsichtsratskreisen. In den vier deutschen Werken arbeiten rund 40.000 Menschen. Zudem will der VW-Chef 50.000 Stellen bis 2030 streichen. Ein Sprecher des Aufsichtsrates und ein Vertreter der Arbeitnehmerseite im Aufsichtsrat lehnten einen Kommentar ab.
Damit verschärft Blume noch einmal seinen Plan für die Zukunft des größten deutschen Autokonzerns, den er heute Nachmittag dem VW-Aufsichtsrat vorstellen will. Bislang hatte der Vorstand dem Aufsichtsrat Szenarien skizziert, in denen der Auslauf der Werke ab 2032 beginnt.Blume will Volkswagens schwache Rendite bis 2030 auf neun Prozent mehr als verdreifachen. Helfen soll dabei unter anderem durch eine massive Senkung der Investitionen, von zuletzt 180 auf 135 Milliarden Euro im Zeitraum von 2027 bis 2031.















