Es ist 15 Uhr, als klar ist, dass die Bundesregierung nicht schon wieder mit einer gewaltigen Krise in die Sommerpause starten muss. In diesem Moment stellt Florian Herrmann als amtierender Tagungspräsident fest, dass es im Bundesrat keine Mehrheit für eine Anrufung des Vermittlungsausschusses zu Gesundheitsreform gibt. Die Länderkammer lässt die Reform also passieren. Am Vormittag hatte ihr bereits der Bundestag zugestimmt. Damit kann die Gesundheitsreform, die größte seit Jahrzehnten, Gesetz werden. Dass dies gelingen wird, war bis zuletzt unklar. Ein Scheitern wäre ein schwerer Rückschlag für Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und seine Regierung gewesen.
Warum Merz plötzlich um seine Gesundheitsreform zittern musste
Nach dem Bundestag soll auch der Bundesrat die Gesundheitsreform billigen. Das zwingt die Regierung zu einem nächtlichen Angebot – und entwickelt sich trotzdem zum Krimi.













