Zeit der Postnationalmannschaften: Die französische WM
Bei der Weltmeisterschaft sind 99 Spieler im Einsatz, die in Frankreich geboren wurden. Marokko, das nun auf Frankreich trifft, hat 6 davon.
Frankreichs vielleicht größter Verlust: Ayyoub Bouaddi, 18, beruhigt mittlerweile für Marokko das Spiel
Christopher Neundorf/imago
Das Wiederaufflammen des Nationalismus spielt bei der WM aktuell zumindest auf dem Platz eine untergeordnete Rolle: Ein Viertel aller beteiligten Spieler läuft nicht für ihr Geburtsland auf. Statt von Nationalmannschaften müsste man inzwischen wohl von Postnationalmannschaften sprechen. Insbesondere Frankreich spielt hier eine exponierte Rolle: 99 der nominierten Spieler sind auf französischem Boden geboren. Algerien, Haiti, die DR Kongo und der Senegal hatten eine zweistellige Anzahl auch für Frankreich spielberechtigter Fußballer im Kader. Von den aktuell noch im Turnier befindlichen Spielern sind neben 23 für die Équipe Tricolore auflaufenden Teilnehmern 6 weitere Spieler für Marokko in den USA, und Aymeric Laporte, der für Spanien aufläuft.













