Büchner-Preisträgerin Christine Wunnicke: Fröhliche Wissenschaft und heitere Aufklärung

Christine Wunnicke hat den diesjährigen Büchnerpreis verliehen bekommen. Federleicht verbindet sie mikroskopisch genaue Erkundungen mit Humor.

Wer ihre Bücher liest, wird nicht nur klüger, sondern wird auch blendend unterhalten: Christine Wunnicke

Catherina Hess/picture alliance

Es ist nicht gerade so, dass es in der deutschsprachigen Literatur viel Grund zum Amüsement gäbe oder gar zum Lachen. Schwere, Pein und Ernst führen meist die Dichterfeder, und wenn man sich die Liste der Büch­ner­preis­trä­ge­r:in­nen der letzten Dekaden anschaut, dann muss man nach Leichtigkeit, Esprit und Witz eher mit der Lupe suchen. Umso verwunderlicher ist es, dass sich die Jury des wichtigsten Literaturpreises des Landes in diesem Jahr für eine Autorin entschieden hat, die in ihren kammerspielhaften Romanen federleicht zwischen intellektueller Durchdringung historischer Konstellationen und geistreicher Komik vermittelt.