Bundeskanzler Friedrich Merz hatte am Donnerstag sichtlich eine Botschaft im Gepäck, auf die er lange gewartet hatte. Die USA hätten dem Verkauf von Tomahawk-Marschflugkörpern an Deutschland zugestimmt, verkündete der er in seiner Regierungserklärung nach dem Nato-Gipfel. Die Waffen sollen in Deutschland stationiert werden. „Wir schließen damit eine wichtige strategische Lücke in unserer Verteidigung“, so Merz.
Einen Termin für die Stationierung nannte er jedoch nicht. Stückzahlen bestätigte er ebenso nicht. Und noch vor zwei Monaten hatte Washington die geplante Stationierung eines Fernfeuerbataillons mit ebendiesen Waffen in Deutschland gestoppt, als Teil des angekündigten Truppenabzugs aus Europa. Warum die Amerikaner nun ihre Meinung ändern und welchen Preis Berlin dafür zahlt, dazu schwieg der Kanzler weitgehend. Nur so viel ließ er durchblicken: Die Vereinbarung sei am Rande des Nato-Gipfels in Ankara mit der amerikanischen Regierung getroffen worden.
Wie gut ist der Deal wirklich?
Ein genauer Blick auf den Deal wirft drei Fragen auf, die über seinen Wert entscheiden. Wie modern ist die Waffe noch? Wann kann sie geliefert werden? Und wie eigenständig könnte Deutschland sie einsetzen?










