Eine Falcon-9-Rakete des US-Raumfahrtunternehmens SpaceX hat einen Satelliten mit einer Nuklearbatterie ins All gebracht. Er ist nach Angaben des US-Unternehmens City Labs der erste kommerzielle atomgetriebene Satellit sowie der erste atomgetriebene Cubesat. Der Satellit ist mit einer Rideshare-Mission von SpaceX ins All geflogen.
Betavoltaic Orbital High-Reliability (Bohr) nennt City Labs den Satelliten. Er verfügt über zwei Energiesysteme: Der Satellitenbus wird konventionell von Solarpaneelen mit Strom versorgt. Für die Nutzlast gibt es eine zweite Energiequelle, die mit der von City Labs entwickelten NanoTritium-Technik arbeitet.
Diese basiert auf dem Zerfall von Tritium. Das radioaktive Wasserstoffisotop ist ein Betastrahler, der Teilchen emittiert. Diese Betateilchen treffen auf einen Halbleiter und erzeugen dadurch Strom. Betavoltaik wird dieses Prinzip genannt. Die Idee ist, dass eine solche Energiequelle dann in Aktion tritt, wenn Solarpaneele keinen Strom liefern, etwa wenn sich ein Satellit im Erdschatten befindet oder wenn ein Raumfahrzeug einen Mondkrater erkunden soll.
Fertig montierter Cubesat Bohr vor dem Start
(Bild: City Labs)










