Ein Nuklearwissenschaftler und Ingenieur aus den USA hat angeblich eine Methode gefunden, mit der sich herausfinden lässt, ob ein Satellit eine Atomwaffe an Bord hat. Das berichtet das Massachusetts Institute of Technology (MIT), wo Areg Danagoulian forscht. Demnach basiert das Konzept auf einem Sensor der Größe einer „großen Enzyklopädie“, der Satelliten etwa eine Woche aus einer Entfernung von maximal 4000 Metern ins Visier nehmen müsse. Dann könne er mit 99-prozentiger Sicherheit ermitteln, ob die eine Atombombe an Bord haben. Aus einer Distanz von maximal 1000 Metern würde die nötige Beobachtungszeit sogar auf eine Stunde sinken, meint er. Mit solch einem Instrument könnte man endlich die Einhaltung des Weltraumvertrags überprüfen.
Verräterische Neutronen
Der von Danagoulian vorgeschlagene Sensor soll nach Neutronen suchen, die frei werden, wenn ein energiereiches Proton auf ein Element mit einer hohen Ordnungszahl trifft, also beispielsweise Uran oder Plutonium. Jedes einzelne Proton würde dabei rund 40 Neutronen freisetzen, erklärt er. In der Summe wären das ganz andere Größenordnungen an Neutronen als bei herkömmlichen Satelliten ohne Nuklearwaffen. Die Herausforderung liegt demnach in der Konstruktion des Sensors, der die Neutronen nachweisen und Protonen möglichst ignorieren soll. Zudem muss er die harschen Bedingungen im Weltraum aushalten. Danagoulian hält das aber für lösbar, seine Arbeit sei jedoch lediglich eine Machbarkeitsstudie. Das Konzept müsste noch getestet werden.










