PfadnavigationHomeWirtschaftRote Karte gegen USA„Froh über richtige Entscheidung“ – Trumps WM-Chef verteidigt Einflussnahme auf FifaVon Jan KlauthFreier US-Korrespondent mit Sitz in New YorkStand: 01:34 UhrLesedauer: 3 MinutenFindet den Schiedsrichter Raphael Claus „höchst verdächtig“: Trumps WM-Beauftragter Andrew Giuliani Quelle: Getty Images/Kevin DietschEs gebe kein besseres Austragungsland für die WM als die USA, findet Andrew Giuliani, Chef der WM-Task-Force des Weißen Hauses. Die Kritik über das Eingreifen von Trump hält der Republikaner für ungerechtfertigt – und präsentiert Zahlen, die den wirtschaftlichen Erfolg untermauern.Andrew Giuliani, Chef der WM-Task-Force im Weißen Haus, hat die Einflussnahme von Donald Trump auf die Fifa verteidigt. „Ob an der Wahlurne oder auf dem Spielfeld – die US-Regierung will ein faires Spiel“, so Giuliani bei einer Pressekonferenz am Mittwoch. Die Regierung sei froh, dass der amerikanische Verband Einspruch gegen die Rote Karte für Folarin Balogun eingelegt habe. Wie Trump selbst bestätigte, hatte er persönlich bei Fifa-Präsident Gianni Infantino interveniert. Die Sperre wurde daraufhin aufgehoben, Infantino berief sich dabei auf die 18-köpfige Disziplinarkommission der Fifa. Ob über die Rücknahme abgestimmt wurde, wollte der Verband jedoch nicht mitteilen. Anders als bei anderen Entscheidungen veröffentlichte die Fifa zudem keinen offiziellen Bericht zu dem Vorgang.Man sei froh, dass die richtige Entscheidung getroffen wurde, so Giuliani – und äußerte Zweifel an der Seriosität des Schiedsrichters. „Wir fanden es höchst verdächtig, dass da ein Schiedsrichter war, der zuvor wegen Spielmanipulation untersucht worden war, und zwar speziell wegen des Ausstellens unregelmäßiger roter Karten“, so Giuliani in Bezug auf den brasilianischen Schiedsrichter Raphael Claus, der die Partie pfiff. Lesen Sie auchAuf den Einwand eines Reporters, Claus sei bei der entsprechenden Ermittlung in Brasilien nur als Zeuge geladen und nicht selbst beschuldigt worden, sagte Giuliani: „Ihm wurden keine Vergehen vorgeworfen – das ist uns klar.“ Trotzdem sei die Situation mit den Ermittlungen von damals vergleichbar, behauptete er.Die Fifa hatte ähnliche Kritik an Claus bereits zurückgewiesen. „Im Laufe seiner Karriere hat er stets höchste Standards an Professionalität und Integrität unter Beweis gestellt“, erklärte der Verband und bezeichnete Claus als „einen der weltweit führenden Profischiedsrichter und ein geschätztes Mitglied“ ihres Teams von WM-Schiedsrichtern.Lesen Sie auchGiuliani wiederum behauptet, die VAR-Technik hätte bei einem Kontaktfoul eigentlich nicht verwendet werden dürfen. Trump nehme Fairness im Sport „extrem ernst“, so der Sohn des ehemaligen New Yorker Bürgermeisters und Trump-Vertrauten Rudy Giuliani. „Diese Rote Karte hätte niemals erteilt werden dürfen. Und wir stehen zu den Maßnahmen, die wir ergriffen haben.“ Lesen Sie auchNachdem die Sperre aufgehoben worden war, konnte Balogun am Montag im Achtelfinale gegen Belgien in Seattle antreten – wo das amerikanische Team mit 1:4 aus dem Turnier ausschied. Die Entscheidung der Fifa, die auszusetzen, wurde in den Vereinigten Staaten vielfach gefeiert, stieß in der internationalen Sportwelt jedoch auf Kritik, wo manche von einer empörenden Einmischung sprachen. Der europäische Fußballverband UEFA bezeichnete den Schritt der Fifa als „unverständlich und ungerechtfertigt“.Aus Sicht des Weißen Hauses ist die WM – trotz Ausscheidens der US-Mannschaft – ein voller Erfolg. „Wir haben seit unserer ersten Ausrichtung der Weltmeisterschaft im Jahr 1994 einen weiten Weg zurückgelegt“, sagte Giuliani. „Wir haben gezeigt, dass es keinen besseren Ort gibt, um große Sportveranstaltungen auszurichten, als die Vereinigten Staaten von Amerika.“ Bislang haben mehr als 6,5 Millionen Fans Spiele der FIFA-Weltmeisterschaft besucht, und mit acht ausstehenden Spielen sei man auf dem Weg, den bisherigen Rekord von 3,5 Millionen nahezu zu verdoppeln. Das rentiere sich auch für die lokale Wirtschaft immens. Allein der Austragungsort Dallas beispielsweise plant mit durch die Besucher mit 2,1 Milliarden Dollar Mehreinnahmen. Auch die Kritik an den hohen Ticketpreisen weist Giuliani zurück. Schließlich sei die Nachfrage nach Karten deutlich höher als das Angebot gewesen. Jan Klauth ist US-Korrespondent mit Sitz in New York.Dieser Artikel wurde für das Wirtschaftskompetenzzentrum von WELT und „Business Insider Deutschland“ erstellt.
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Es gebe kein besseres Austragungsland für die WM als die USA, findet Andrew Giuliani, Chef der WM-Task-Force des Weißen Hauses. Die Kritik über das Eingreifen von Trump hält der Republikaner für ungerechtfertigt – und präsentiert Zahlen, die den wirtschaftlichen Erfolg untermauern.













