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Nato-Gipfel: Rutte betont Trumps Nato-Engagement Live-Blog Trump kündigt neue Angriffe gegen den Iran an – verwechselt dann aber Selenskyj mit Putin +++ Nato-Chef kündigt Milliardenprojekt für Treibstoffversorgung an+++ Der Newsblog.
08.07.2026 - 15:47 Uhr Artikel anhörenMark Rutte: Der Nato-Generalsekretär sprach auf dem Gipfel der Staats- und Regierungschefs. Foto: REUTERSWas am zweiten Gipfeltag anstehtAm Mittwoch soll es bei der einzigen offiziellen Arbeitssitzung unter anderem um die weitere Stärkung der Abschreckung und der Verteidigungsfähigkeit in Europa gehen. Diese muss aus US-Sicht künftig hauptsächlich von den europäischen Alliierten garantiert werden. Zudem werden Gespräche über die Entwicklung der Verteidigungsausgaben, die Unterstützung der Ukraine und die aus US-Sicht mangelnde Unterstützung von Bündnispartnern für den Iran-Krieg erwartet. 09:45 Uhr Offizielle Begrüßung der Staats- und Regierungschefs10:15 Uhr Treffen des Nordatlantikrats auf Ebene der Staats- und Regierungschefs13:30 Uhr Treffen US-Präsident Donald Trump mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj14:45 Uhr Pressekonferenz Nato-Generalsekretär Mark Rutte15:15 Uhr Pressekonferenz US-Präsident Donald Trump15:30 Uhr Pressekonferenz Bundeskanzler Friedrich MerzRutte beendet seine Pressekonferenz.Nato-Chef kündigt Milliardenprojekt für Treibstoffversorgung anDie Nato wird nach Angaben von Generalsekretär Mark Rutte ihre Infrastruktur zur Versorgung mit Treibstoff für einen zweistelligen Milliardenbetrag ausbauen. Er sprach zum Abschluss des Nato-Gipfels in Ankara von einem historischen Schritt zur Stärkung der Versorgungskette, um sicherzustellen, dass die Streitkräfte des Bündnisses über die für ihre Einsatzbereitschaft erforderlichen Energievorräte verfügten.„Während die Bündnispartner noch an den letzten Details arbeiten, wissen wir bereits, dass diese Investition in Höhe von 27 Milliarden Euro unsere bestehende Infrastruktur für die Lagerung und Verteilung von Treibstoff modernisieren und den Bau neuer Anlagen unterstützen wird, darunter Pipelines in Richtung des östlichen Teils des Bündnisses“, sagte Rutte. Über den Fortgang des Vorhabens hatte es zuletzt Unsicherheit gegeben, weil einige Staaten Finanzierungsschwierigkeiten haben.Paralleler Auftritt von Trump und Selenskyj endetWährend Rutte nun die Fragen der Journalisten beantwortet, endet das parallel laufende Gespräch zwischen Trump und Selenskyj. Der US-Präsident hat sich in Bezug auf den weiteren Verlauf des Ukraine-Kriegs zwar umfassend geäußert, blieb dabei jedoch sehr vage und wurde kaum konkret.Stattdessen hat Trump seine Vorwürfe gegen den Iran bekräftigt. Das Regime sei „böse und krank“, sagte der US-Präsident. Die erneuten Angriffe der USA, die er zuvor angekündigt hatte, werden den Angaben von Verteidigungsminister Hegseth stärker und intensiver ausfallen als diese in der Nacht zu Mittwoch.Rutte: Iran außerhalb Nato-GebietUnterdessen bekräftigt Rutte, dass aus seiner Sicht die neuen US-Angriffe auf iranische Ziele „absolut notwendig gewesen“ seien. Der Iran solle keine Macht über Atomkraft haben. Allerdings wiederholte Rutte, dass sich der Iran außerhalb Nato-Gebiets befinde.Nato-Chef will Spannungen um Grönland entschärfenRutte bemüht sich weiterhin um eine Entschärfung der Spannungen um Grönland. Bei einem gemeinsamen Auftritt mit US-Präsident Donald Trump versicherte Rutte vorab, dass eine frühere Sicherheitsvereinbarung bezüglich Grönland weiterhin Bestand habe. Dies bezieht sich auf ein Sicherheitsabkommen für die Arktis aus dem Januar. Die Vereinbarung umfasste auch Zusagen zum US-Raketenabwehrprogramm „Goldene Kuppel“, bei dem US-Waffen im Weltraum stationiert werden sollen. Rutte zeigt sich sicher, dass die USA in der Nato bleibenEine Journalistin spricht Rutte auf Trumps Drohungen an, sich weniger in der Nato zu engagieren. Kann der Staatenbund ohne die USA funktionieren? Der Nato-Generalsekretär verweist darauf, dass die Staatschefs durchaus debattieren würden, aber im Endeffekt eine Allianz seien. Er wisse, dass US-Präsident Trump engagiert im Staatenbund sei. Das zeige sich auch an der Steigerung der Verteidigungsausgaben der Staaten, die Trump initiiert hätte. „Familien, die streiten, halten besser zusammen“, sagte Rutte auf eine andere Frage mit Blick auf Trumps Engagement in der Nato.Rutte zeigt sich zufrieden mit dem Nato-Gipfel„Wir haben einen enorm erfolgreichen Nato-Gipfel abgeschlossen“, zeigt sich Nato-Generalsekretär Mark Rutte zufrieden mit dem Treffen der Staats- und Regierungschefs. Er zieht als Fazit, dass die Nato-Staaten besonders Einigkeit bewiesen hätten. Seinen kurzzeitigen Schlagabtausch mit Trump lies Rutte hier allerdings aus.Beim Nato-Gipfel im vergangenen Jahr hatten die Alliierten auf Drängen von US-Präsident Donald Trump vereinbart, spätestens ab 2035 jährlich 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für klassische Verteidigung auszugeben – mit Investitionen in Infrastruktur und andere sicherheitsrelevante Bereiche sollen es sogar fünf Prozent sein. Hier gebe es bereits starke Fortschritte, wie das Handelsblatt berichtete. Auch verwies Rutte auf die geschlossenen Rüstungsdeals auf dem Nato-Gipfel.Jetzt live: Nato-Generalsekretär Rutte spricht auf Gipfel in AnkaraWährend Trump noch immer spricht, beendet Nato-Generalsekretär Mark Rutte das Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs in Ankara mit einer Pressekonferenz – allerdings mit einiger Verspätung.Zuvor lieferten sich Rutte und Trump einen kurzen Schlagabtausch. Als Trump erneut mangelnde Unterstützung der Verbündeten im Krieg gegen den Iran beklagte, widersprach Rutte ihm. Rutte hat einen guten Draht zu Trump und ist eigentlich bekannt für die Strategie, Trump in der Öffentlichkeit in Schutz zu nehmen und ihm demonstrativ zu schmeicheln. Generell war das Thema des Iran-Kriegs überaus präsent auf dem Gipfeltreffen, da Trump am Rande verkündete, dass er die Waffenruhe der USA und des Irans für beendet erkläre. Was die Ergebnisse des Gipfels sind, dürfte die Ruttes Erklärung zeigen.Verfolgen Sie diese hier im Livestream.Trump verwechselt Selenskyj mit PutinWährend er auf Selenskyj zeigt, fragt Trump die anwesenden Journalistinnen und Journalisten, ob jemand eine Frage an Präsident Putin stellen wolle. Seinen Fehler bemerkt der US-Präsident schnell und spielt diesen dann bewusst herunter. Er habe tatsächlich Putin gemeint, denn diesen werde er bald treffen und mit Fragen konfrontieren, sagt Trump anschließend. Selenskyj nimmt all das gelassen und lächelt leicht. Inhaltlich bleibt Trump vage. Der Konflikt sei schwierig, beide Seiten hätten ihre eigenen Bedingungen, sagt der Republikaner. Gleichzeitig habe man zuletzt große Fortschritte erzielt. Beide Seiten würden danach streben, dass der Krieg endet. Es werde bald ein Treffen stattfinden, aber Zeitpunkt und Ort seien noch unklar.Selenskyj (l.) und Trump im Gespräch. ReutersAnstatt Abschlusskonferenz von Rutte – Gespräch von Trump und SelenskyjGeplant war ursprünglich, dass Nato-Generalsekretär Mark Rutte um 14:15 Uhr die Ergebnisse des Gipfels vorstellen sollte. Allerdings scheint sich die Konferenz zu verschieben. Anstelle von Rutte zeigt der Livestream ein Gespräch von US-Präsident Donald Trump sowie seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj. Dabei gibt sich der US-Präsident optimistisch, den Ukraine-Krieg zu lösen. Allerdings kündigte er mit Blick auf den Iran-Krieg neue Angriffe am heutigen Abend an. „Wir haben sie hart am gestrigen Abend getroffen. Heute werden wir sie auch hart treffen – das sollte ich wohl ankündigen“, sagte Trump mit Blick auf den Iran.Verfolgen Sie die Pressekonferenz hier live.Nato-Staaten kündigen milliardenschwere Rüstungsdeals anDie Nato-Staaten haben bei ihrem Gipfeltreffen in Ankara neue Rüstungsverträge im Umfang von „mehr als 50 Milliarden US-Dollar“ (mehr als 43 Mrd. Euro) angekündigt. Im Text der Abschlusserklärung heißt es zudem, man verpflichte sich dazu, die gemeinsamen Produktionskapazitäten auszubauen. Das Handelsblatt berichtete am gestrigen Dienstag bereits über Rüstungskooperationen zwischen Europa und den USA.Insider: Trump will USA in der Nato halten - „Wollen bei euch bleiben“US-Präsident Donald Trump will die USA einem Insider zufolge in der Nato halten. „Wir wollen bei euch bleiben“, sagte Trump am Mittwoch beim Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs des transatlantischen Militärbündnisses in Ankara nach Angaben eines mit den Gesprächen vertrauten Insiders. Zudem erklärte der US-Präsident demnach hinter verschlossenen Türen, die USA seien bereit, weiterhin Waffen an die Verbündeten zu verkaufen – unabhängig davon, wie diese eingesetzt würden, wie die Nachrichtenagentur Reuters weiter aus diesen Gesprächskreisen erfuhr. Das US-Präsidialamt äußerte sich zunächst nicht dazu.Trump wiederholte bei dem Treffen dem Insider zufolge weder seine scharfe Kritik am Nato-Partner Spanien noch seine Ankündigung, das vorläufige Waffenstillstandsabkommen mit dem Iran zu beenden. Er brachte demnach auch das Streitthema Grönland nicht zur Sprache, das für Spannungen innerhalb des Bündnisses gesorgt hatte. Der US-Präsident hatte am Rande des Treffens einen sofortigen Stopp des Handels mit Spanien angeordnet, weil er der Regierung in Madrid unzureichende Verteidigungsausgaben im Rahmen der Nato und mangelnde Unterstützung im Konflikt mit dem Iran vorwirft. Allerdings ist Spanien als EU-Mitglied in die Handelspolitik der Europäischen Union eingebettet.Nato-Staaten versprechen Ukraine bei Gipfel MilliardenbetragDie von Russland angegriffene Ukraine hat beim Nato-Gipfel in Ankara eine neue Zusage für milliardenschwere Militärhilfen erhalten. Für dieses Jahr sagen Verbündete 70 Milliarden Euro für Ausrüstung, Unterstützung und Ausbildung zu. 2027 soll die Militärhilfe mindestens auf diesem Niveau fortgesetzt werden, wie aus der am Nachmittag von den Staats- und Regierungschefs angenommenen Gipfelerklärung hervorgeht.Insider: Trump will USA in der Nato haltenTrump hat einem Insider zufolge bei den nicht-öffentlichen Beratungen des Nato-Gipfels versichert, sein Land in dem Militärbündnis zu halten. Das verlautet aus Kreisen, die mit den internen Gesprächen der Nato-Staats- und Regierungschefs vertraut sind. Das Thema Grönland sprach Trump demnach nicht wieder an.Deutschland bietet der Nato Kampfschiffe und Flugzeuge anDeutschland bietet der Nato als Ersatz für bislang garantierte Fähigkeiten des US-Militärs in Europa Schiffe, Kampfflugzeuge und unbemannte Waffensysteme an. Dabei geht es nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur um militärische Zusagen für den Nordwesten des Bündnisgebietes („Joint Operation Area North West“/JOA NW) unter Verantwortung des Hauptquartiers in Norfolk sowie den Südosten (JAO SE), für den das Hauptquartier in Neapel zuständig ist.Demnach soll für jede der beiden Verteidigungszonen eine deutsche Fregatte vom Typ F125 eingemeldet werden, das Modell für den Südosten mit dem Luftverteidigungssystem Iris-T ausgestattet. Die Bundeswehr bezeichnet die Fregatten der Baden-Württemberg-Klasse als technologisch führende Kriegsschiffe, die als Aufgabenspektrum Seeraumüberwachung oder auch Missionen für Embargokontrolle und Anti-Piraterie-Operationen haben.Für den Südosten werden auch zwei Seefernaufklärer vom Typ P-8 Poseidon genannt, die mit Radar, akustischen Systemen und hochauflösenden Optiken ausgestattet sind und U-Boote bekämpfen können, wie erklärt wurde. Zudem sollen acht zusätzliche Eurofighter für den Nordwesten des Bündnisses gestellt werden. Zum deutschen Angebot zählen auch eine Korvette K130 - diese dienen der Seeraumüberwachung in Küstennahe - sowie 5 Drohnen des Typs Heron TP und 2 Kampfdrohnen aus US-Produktion. Rutte tritt Trump-Kritik an Europäern wegen Iran entgegenNato-Generalsekretär Mark Rutte und US-Präsident Donald Trump haben sich beim Nato-Gipfel einen kurzen Schlagabtausch geliefert. Als Trump erneut mangelnde Unterstützung der Verbündeten im Krieg gegen den Iran beklagte, widersprach Rutte ihm. 5.000 Flugzeuge seien zur Unterstützung der US-Offensive gegen den Iran aus Europa abgehoben, sagte Rutte am Rande des Gipfels. Damit bezog er sich auf Starts der US-Luftwaffe insbesondere von US-amerikanischen Militärstützpunkten auf dem Kontinent.Trump beklagte daraufhin, dass nicht alle Verbündeten die Nutzung von US-Basen auf ihrem Territorium für Angriffe gegen den Iran erlaubt hätten. „5.000 ist...“, setzte Trump an, nur um von Rutte unterbrochen zu werden: „gewaltig“, sagte der Nato-Chef.Rutte hat einen guten Draht zu Trump und ist eigentlich bekannt für die Strategie, Trump in der Öffentlichkeit in Schutz zu nehmen und ihm demonstrativ zu schmeicheln. So stellt er immer wieder heraus, dass die europäischen Nato-Verbündeten wegen Trump ihre Verteidigungsausgaben deutlich gesteigert hätten – so auch jetzt wieder bei dem Treffen am Rande des Ankara-Gipfels.Trump bezeichnete Rutte dabei trotz dessen Gegenrede als „großartigen Führer“ und sagte über den Niederländer: „Er kapiert es.“ Rutte antwortete darauf: „Ihre Verbündeten kapieren es, dank Ihnen, und das ist wichtig.“US-Präsident Trump und Nato-Generalsekretär Rutte. AFPPistorius: Darf bei Nato-Verteidigung keine Lücken gebenVerteidigungsminister Boris Pistorius will beim Abzug militärischer Fähigkeiten der USA aus der Nato-Planung Schwachpunkte in der Verteidigung Europas verhindern. „Das muss abgestimmt passieren, damit nicht dadurch, dass etwas abgezogen wird, was nicht zeitnah ersetzt werden kann, gefährliche Fähigkeitslücken entstehen. Darüber besteht Einigkeit, und wir arbeiten jetzt an der Umsetzung“, sagte der SPD-Politiker auf dem Nato-Gipfel in Ankara.Welche zusätzlichen militärischen Aufgaben Deutschland übernehme, werde sich „in den nächsten Monaten und wahrscheinlich erst in den nächsten Jahren wirklich endgültig herausstellen“. Er sagte dazu mit Hinweis auf neue Rüstungskooperationen sowie Drohnen, Weltraumfähigkeiten und das Projekt eigener, weitreichender Präzisionswaffen in Europa: „Wir sind sehr viel weiter.“ Präsidenten Nawrocki und Selenskyj sprechen trotz KriseInmitten eines Geschichtsstreits zwischen Polen und der Ukraine haben die Präsidenten Karol Nawrocki und Wolodymyr Selenskyj am Rande des Nato-Gipfels miteinander gesprochen. Es habe einen kurzen Austausch von Höflichkeiten gegeben, ohne das Geschichtsthema zu berühren, sagte Nawrocki nach Angaben der polnischen Nachrichtenagentur PAP aus Ankara. Demnach fand die Begegnung am Dienstagabend bei einem Galadinner statt.Nawrocki schloss ein weiteres Gespräch mit Selenskyj noch am Mittwoch nicht aus.















