Beim Nato-Gipfel in Ankara zeigt sich US-Präsident Donald Trump „sehr verärgert über die Nato“. Mit Spanien und dem Iran wolle er außerdem „nichts mehr zu tun haben“.Bei einem gemeinsamen Auftritt mit Nato-Generalsekretär Rutte holt US-Präsident Trump zum Rundumschlag aus. Das Streitthema Grönland bleibt. Mehr im Liveticker.Beim Nato-Gipfel in der Türkei soll die Ukraine ein milliardenschweres Paket für Militärhilfe erhalten. Die Europäer wollen insgesamt mehr Verantwortung übernehmen und so US-Präsident Donald Trump besänftigen – doch der macht schon am ersten Tag wieder Ansprüche auf Grönland geltend. Wird das Treffen ein Erfolg?Alle Entwicklungen rund um den Nato-Gipfel im Liveticker10:25 Uhr – Mittwoch, 08. JuliTrump ordnet Handelsstopp gegen Spanien anTrump ordnet einen vollständigen Handelsstopp mit Spanien an. Er habe Finanzminister Scott Bessent angewiesen, jeglichen Handel mit dem Land einzustellen, sagt Trump. Er bezeichnet Spanien als „schrecklichen Partner“ in der Militärallianz. „Ich will keine Geschäfte mit ihnen machen“, erklärt Trump bei einem Auftritt an der Seite von Nato-Generalsekretär Mark Rutte. Mehr lesen Sie hier.10:23 Uhr – Mittwoch, 08. JuliTrump erklärt Feuerpause mit dem Iran für beendetUS-Präsident Trump erklärt das Waffenstillstandsabkommen mit dem Iran für beendet. „Es ist Zeitverschwendung, sich mit ihnen auseinanderzusetzen“, sagt Trump beim Nato-Gipfel über das Mullah-Regime. Es handele sich um „böse, kranke Menschen“. Er wolle nicht mit Teheran verhandeln und mit dem Iran nichts mehr zu tun haben. Er werde seine Unterhändler aber weiter mit dem Iran reden lassen, wenn diese es wünschten.13:04 Uhr – Mittwoch, 08. JuliGroßbritannien will Initiative für Präzionswaffen mit großer Reichweite anführenGroßbritannien will eine europäische Initiative für Präzisionswaffen mit großer Reichweite anführen. Premierminister Keir Starmer werde auf dem Nato-Gipfel in der Türkei rund ein Dutzend europäische Partner zusammenbringen, um die neue Initiative auf den Weg zu bringen, erklärte die britische Regierung. Diese werde voraussichtlich ankündigen, dass die Verbündeten in den kommenden zehn Jahren rund 44 Milliarden Euro für die Entwicklung von Präzisionsschlagfähigkeiten über große Entfernungen ausgeben würden. Damit sollten Verteidigung und Abschreckung in der Nato gestärkt werden.11:55 Uhr – Mittwoch, 08. JuliErdogan lobt Trumps Haltung zu IranDer türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan lobt die entschlossene Haltung von US-Präsident Trump bei den Bemühungen um einen dauerhaften Frieden mit dem Iran. Zudem dankt der türkische Staatschef den Verbündeten Deutschland, Spanien, Italien und den USA für die Unterstützung bei der Luftabwehr während des Iran-Krieges. Er ruft die Partner auf, Solidarität im Kampf gegen jede Form von Terrorismus zu zeigen.11:39 Uhr – Mittwoch, 08. JuliSyrischer Übergangspräsident al-Scharaa zu Treffen mit Trump in Ankara angekommenDer syrische Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa ist nach Angaben türkischer Fernsehsender in Ankara eingetroffen, wo er am Rande des Nato-Gipfels mit US-Präsident Trump zusammenkommen soll. Eingeladen hatte ihn der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan. Das Treffen findet vor dem Hintergrund des Konflikts zwischen Israel und der vom Iran finanzierten Hisbollah-Miliz im Libanon statt. Trump hatte zuletzt vorgeschlagen, Syrien solle sich militärisch „um die Hisbollah kümmern“. Al-Scharaa wies das jedoch zurück. 11:09 Uhr – Mittwoch, 08. JuliWorüber das Ehepaar Merz mit Trump plaudertEin Arbeitsgespräch zwischen Trump und Merz ist beim Nato-Gipfel nicht vorgesehen. Dafür hatten der Bundeskanzler und seine Ehefrau Charlotte am Dienstagabend beim Dinner zum Gipfelauftakt viel Zeit, mit dem US-Präsidenten zu plaudern. Die drei hätten sich „weitgehend den gesamten Abend“ über politische und private Themen unterhalten, heißt es aus deutschen Regierungskreisen. Mit am Tisch saßen auch der Gastgeber, Präsident Recep Tayyip Erdogan, Nato-Generalsekretär Mark Rutte und die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni. Die Atmosphäre sei „angeregt und freundlich“ gewesen. Serviert wurden beim Dinner im prunkvollen Präsidentenpalast Erdogans unter anderem Rinderrippchen sowie Seebarsch mit Artischocken und Weinblättern. 10:52 Uhr – Mittwoch, 08. Juli„Dänemark wurde in weniger als einem Tag von Hitler besiegt“, sagt TrumpTrump macht bei seinem Auftritt mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte abermals Druck und betont das US-Interesse an der Insel Grönland. „Grönland ist sehr wichtig für die Vereinigten Staaten, aber es ist nicht wichtig für Dänemark“, sagt er. „Dänemark wurde in weniger als einem Tag von den Nazis besiegt, von Hitler“, sagt er. „Als das passierte, haben sie Grönland sofort an uns übergeben. Wir hatten es und wir haben uns gekümmert.“ Man habe die Insel „dummerweise“ zurückgegeben. „Wir hätten es nicht zurückgeben sollen“, so Trump. Man benötige die Insel „für den Schutz der Welt, nicht nur den der Vereinigten Staaten“. Trump spielt offenbar auf den sogenannten Grönlandvertrag von 1941 an. Mit den Dänen wurde damals ein Vertrag eingegangen, der den USA die Errichtung von Militärbasen in Grönland genehmigte – aus Sorge, Deutschland könnte Grönland besetzen. Eine Übertragung der Hoheitsrechte ging damit nicht einher.10:38 Uhr – Mittwoch, 08. JuliTrump ist verärgert über die NatoUS-Präsident Trump äußert sich erbost über das Verteidigungsbündnis. „Ich bin sehr verärgert über die Nato“, sagt er. „Ich bin nicht glücklich mit der Nato wegen dem, was sie mit Grönland gemacht haben“, sagte Trump. Zudem habe die Allianz Washington im Iran-Krieg nicht geholfen.09:07 Uhr – Mittwoch, 08. Juli„Russland hat keine Chance“, sagt MerzBundeskanzler Friedrich Merz sagt der Ukraine weitere Unterstützung zu und schließt einen für Russland erfolgreichen Verlauf des Kriegs aus. „Wir werden der Ukraine weiter helfen“, so Merz vor Beginn von Beratungen der 32 Staats- und Regierungschefs der Allianz. „Russland hat keine Chance, diesen Krieg zu gewinnen“, betont der Kanzler. „Sie werden die Kriegsziele nicht erreichen, und je schneller wir diesen Krieg beenden, umso besser ist es für Europa, umso besser ist es für Russland und umso besser ist es für den Frieden in der Welt.“08:12 Uhr – Mittwoch, 08. JuliDänische Ministerpräsidentin schwört, Grönland zu verteidigenDänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen hat nach erneuten Äußerungen von US-Präsident Trump zu Grönland die Verteidigungsbereitschaft ihres Landes betont. Dänemark sei bereit, „jeden Zentimeter der Nato zu verteidigen, einschließlich unseres eigenen Territoriums“, sagt Frederiksen in Ankara. „Natürlich werden wir das Königreich Dänemark verteidigen.“ Sie bekräftigte, Grönland stehe nicht zum Verkauf. Mette FrederiksenQuelle: Yves Herman/REUTERS08:00 Uhr – Mittwoch, 08. JuliPistorius: Verhandeln mit USA über Kauf von Tomahawk-RaketenDeutschland führt nach den Worten von Verteidigungsminister Boris Pistorius produktive Gespräche mit den USA über den Kauf von Tomahawk-Marschflugkörpern. Er sei optimistisch, dass der Kauf zustande kommen könne, sagt der Minister im Deutschlandfunk. Die Verhandlungen kämen voran, es gebe jedoch noch keine Ergebnisse.07:25 Uhr – Mittwoch, 08. JuliRutte nennt jüngste US-Angriffe auf den Iran „absolut notwendig“Nato-Generalsekretär Mark Rutte bezeichnet die jüngsten Angriffe der USA auf den Iran als „absolut notwendig“. Der Iran habe die bestehende Waffenruhe „im Grunde genommen verletzt“, argumentierte Rutte am Rande des Nato-Gipfels in Ankara. Es sei „absolut entscheidend, dass die USA entschlossen reagieren“. Mehr zu der jüngsten Eskalation im Nahen Osten lesen Sie hier.07:09 Uhr – Mittwoch, 08. JuliSo geht es heute weiterFür die Nato steht heute die zweite große Bewährungsprobe seit dem Amtsantritt von US-Präsident Trump an. Beim Gipfeltreffen in Ankara müssen Deutschland und die anderen europäischen Alliierten Trump in einer Arbeitssitzung davon überzeugen, dass die Nato für die USA noch immer ein wertvolles Bündnis ist. Am zweiten und letzten Tag steht außerdem ab 13.30 Uhr ein Treffen von Trump mit dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj an. Trump wird sich voraussichtlich um 15.15 Uhr auf einer Pressekonferenz zu den Ergebnissen des Gipfels äußern, Bundeskanzler Merz hält um 15.30 Uhr eine Pressekonferenz ab. 00:04 Uhr – Mittwoch, 08. JuliUkraine schließt neue Drohnen-AbkommenDie Ukraine hat nach den Worten von Präsident Wolodymyr Selenskyj Drohnen-Abkommen mit drei weiteren europäischen Ländern unterzeichnet. Auf dem Nato-Gipfel seien Abkommen mit Estland, den Niederlanden und Dänemark unterzeichnet worden, teilte Selenskyj am Dienstag in separaten Erklärungen im Onlinedienst Facebook mit. Selenskyj gab bekannt, dass weitere Abkommen mit Deutschland, Norwegen, Finnland und Kanada geplant seien.Selenskyj erklärte, die Drohnen-Abkommen würden „neue Möglichkeiten für die gemeinsame Produktion, die Entwicklung innovativer Verteidigungstechnologien, den systematischen Austausch von Fachwissen und den Export ukrainischer, auf dem Schlachtfeld bewährter Lösungen“ schaffen. Die Ukraine gibt die Bedingungen der Abkommen in der Regel nicht bekannt.23:03 Uhr – Dienstag, 07. JuliFladenbrot und Wabenhonig für Trump und Co.Das Weiße Haus hat Einblick in das Menü beim Abendessen für die Staats- und Regierungschefs der Nato-Länder in Ankara gewährt. Im türkischen Präsidialpalast gab es demnach im ersten Gang Fladenbrot und Wabenhonig. Anschließend wurden Gemüse und Joghurt sowie traditionelle Teigtaschen aufgetischt – wahlweise begleitet von Wolfsbarsch oder Rindfleisch. 19:45 Uhr – Dienstag, 07. JuliFestbankett eröffnet Gipfel offiziellDer Nato-Gipfel in der Türkei beginnt nun offiziell mit einem Festbankett auf Einladung des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Er empfängt gemeinsam mit seiner Frau Emine Erdogan die Staats- und Regierungschefs der 32 Nato-Staaten im Präsidentenpalast in Ankara. Auch die Staats- und Regierungschefs der Partnerstaaten Ukraine, Japan, Südkorea, Australien und Neuseeland sowie EU-Vertreter sind dabei. Donald Trump und Erdogan (r.)Quelle: Getty Images/Win McNamee18:43 Uhr – Dienstag, 07. JuliKanadas Premier will neben U-Booten auch HaalandBei einem Treffen mit Merz und dem norwegischen Ministerpräsidenten Jonas Gahr Støre schlug der kanadische Premierminister Mark Carney scherzhaft vor, den gerade auf den Weg gebrachten U-Boot-Deal der drei Länder auf den sportlichen Bereich auszuweiten. Zu dem gemeinsamen Projekt gehöre auch, sich die Crews der U-Boote zu teilen. „Und bei der nächsten Weltmeisterschaft kannst Du Erling Haaland teilen“, sagte Carney zu Store. Der reagierte mit der Ruderbewegung, mit der die norwegischen Fans bei der WM für Furore sorgen.Norwegen hat durch einen spektakulären Sieg gegen Brasilien das Viertelfinale der WM in den USA, Kanada und Mexiko erreicht. Haaland erzielte dabei den Siegtreffer. Deutschland und Kanada sind dagegen bereits ausgeschieden. Mark Carney (r.), Friedrich Merz und Jonas Gahr (l.)Quelle: Adrian Wyld/The Canadian Press via AP18:09 Uhr – Dienstag, 07. JuliDeutschland meldet Nato Verteidigungsausgaben in RekordhöheDeutschland hat der Nato erneut Verteidigungsausgaben in Rekordhöhe gemeldet. Die Bundesregierung übermittelte für das laufende Jahr einen Betrag von 124,7 Milliarden Euro. Das geht aus Daten des Verteidigungsbündnisses hervor, die zum Start des Gipfeltreffens in Ankara veröffentlicht wurden.Friedrich Merz (CDU) und seine Frau Charlotte Merz treffen zum NATO-Gipfel einQuelle: Muhammed Abdullah Kurtar/Anadolu Pool via AP/dpa18:01 Uhr – Dienstag, 07. JuliSelenskyj „kämpferisch“ vor Treffen mit TrumpVor einem erwarteten Treffen mit Trump hat sich der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj in „kämpferischer“ Stimmung gezeigt. „Bei Präsident Trump muss man immer kämpferisch sein“, sagte Selenskyj. Kiew erwartet vor allem neue Zusagen für die Lieferung von Patriot-Flugabwehrraketen durch die Verbündeten. Zudem dringt die Ukraine die Regierung in Washington zur Vergabe einer Lizenz für die Produktion dieser Lenkkörper in Europa oder der Ukraine selbst. Einzig US-amerikanische Flugabwehrsysteme des Typs Patriot sind nach ukrainischen Angaben in der Lage, von Russland eingesetzte ballistische Raketen abzuwehren.17:56 Uhr – Dienstag, 07. JuliNato-Gipfel befasst sich morgen mit Lastenteilung und UkraineDie Staats- und Regierungschefs der Nato-Staaten setzen die Beratungen am Mittwoch fort. Am letzten Tag des Treffens geht es unter anderem um die Frage der Lastenteilung in der Allianz zwischen den USA und den übrigen Verbündeten. Trump hat wiederholt die Verteidigungsausgaben der europäischen Nato-Partner beklagt – diese betonten dagegen, dass sie ihre Investitionen zuletzt deutlich gesteigert haben.