PfadnavigationHomePolitikAuslandVor TreffenEuropa „Plattform der Machtprojektion“ – Rutte versucht, Trump zu beschwichtigenStand: 04:10 UhrLesedauer: 2 MinutenNato-Generalsekretär Mark RutteQuelle: Getty Images/Johannes SimonNach Trumps erneuten Drohungen gegen europäische Verbündete will der Nato-Generalsekretär vor dem Treffen in Washington die Wogen glätten. Bei den Alliierten, die Amerika während des Iran-Kriegs enttäuscht hätten, hat es sich laut Mark Rutte um „Einzelfälle“ gehandelt.Kurz vor seinem Treffen mit US-Präsident Donald Trump hat Nato-Generalsekretär Mark Rutte die Unterstützung mehrerer europäischer Länder für die Vereinigten Staaten während des Iran-Kriegs hervorgehoben. „Was die Nato angeht, weiß ich, dass es Enttäuschung gibt, aber wir sollten auch bedenken, dass es sich hierbei um Einzelfälle handelt“, sagte Rutte dem Sender Fox News. Zuvor hatten Donald Trump und andere US-Regierungsvertreter mehrfach die aus ihrer Sicht mangelnde Unterstützung von Alliierten für den US-Krieg gegen den Iran kritisiert. Dabei ging es unter anderem um die Erlaubnis zur Nutzung von Militärstützpunkten und um Überflugrechte.Nach Angaben Ruttes gab es während des Iran-Kriegs auf Stützpunkten in europäischen Ländern mehrere tausend Starts und Landungen von US-Militärflugzeugen. Der Kontinent sei für die Vereinigten Staaten eine „Plattform der Machtprojektion“. Rutte bezog sich damit auf die Tatsache, dass die europäischen Stützpunkte wegen ihrer geografischen Nähe Einsätze des US-Militärs etwa in Afrika und dem Nahen Osten deutlich vereinfachen.Lesen Sie auchRutte will Trump heute in Washington treffen – und damit kurz vor dem Nato-Gipfel, der in zwei Wochen in der türkischen Hauptstadt Ankara stattfindet.Für den Chef des westlichen Verteidigungsbündnisses geht es bei den Gesprächen im Weißen Haus darum, die Wogen so gut wie möglich zu glätten. Trump hatte erst am Montag mehreren europäischen Verbündeten erneut mangelnde Unterstützung vorgeworfen. Als Washington Hilfe erbeten habe gegen den Iran, seien wichtige Partner nicht für die USA da gewesen, kritisierte er. Lesen Sie auch„Wir haben all dieses Geld ausgegeben. Und wenn wir dann vielleicht bei Kleinigkeiten um Hilfe bitten ... dann sagen sie: Nein, wir helfen lieber nicht“, kritisierte Trump die seiner Ansicht nach mangelnde Unterstützung der Alliierten im Iran-Krieg. Trump nannte dabei explizit Großbritannien, Deutschland und Italien. „Wir können ihnen das ebenfalls entgegnen, wenn wir wollen – und das tun wir womöglich auch.“Lesen Sie auchDie Partnerländer hätten „dumm“ auf die Bitte der USA um Unterstützung reagiert, kritisierte Trump weiter. „Italien war sehr schlecht und andere Länder auch – Deutschland war sehr schlecht.“dpa/saha