In der Vergangenheit gab es immer wieder Meldungen darüber, dass KI plötzlich über die Stränge schlug und Daten von User:innen löschte. So löschte etwa die Coding-KI Replit eine komplette Unternehmensdatenbank und das Coding-Tool Antigravity von Google fühlte sich dazu berufen, die Festplatte eines Users plattzumachen. Marcel Bucher, Professor an der Universität Köln, musste auch den Verlust seiner Daten verkraften. Allerdings war an dem Verlust nicht nur die KI schuld.Anzeige
Zwei Jahre Arbeit in ChatGPT verloren
Von seinem Leid berichtete der Universitätsprofessor in einem Beitrag auf Nature. In den vergangenen Jahren nutzte er ChatGPT als Abonnent, um eine Vielzahl von Arbeiten zu erledigen und die KI als Sparringpartner für Forschungen zu nutzen. Bucher ließ von ChatGPT E-Mails schreiben, Vorlesungen vorbereiten, Prüfungen erstellen und die Antworten der Studierenden analysieren. Er nutzte ChatGPT sogar als „interaktives Tool“ für seinen Unterricht. Die Vorzüge von ChatGPT lagen für Bucher darin, dass die KI sich an alle vorherigen Gespräche erinnern konnte und stets verfügbar war.
Im August des vergangenen Jahres klickte Bucher dann aus Neugier auf eine Option innerhalb von ChatGPT. Er deaktivierte die Einstellung „Das Modell für alle verbessern“ im Bereich „Datenkontrollen“ des Chatbots. Ist die Option aktiviert, werden Konversationen mit ChatGPT von OpenAI genutzt, um künftige Modelle damit zu trainieren. Buchner wollte die Option deaktivieren, um zu sehen, ob er im Anschluss noch Zugriff auf alle Funktionen des KI-Modells hätte. Doch stattdessen wurde ihm eine leere Chat-Übersicht präsentiert.Anzeige






