Bereits am 10. Juli berichtete der Tech-Investor Matt Shumer auf X davon, dass GPT-5.6 Sol alle Dateien auf seinem Mac gelöscht habe. Am 13. Juli folgte dann ein Post von Nutzer Bruno Lemons, dessen komplette Datenbank vom System gelöscht wurde.
Mittlerweile bestätigte der Chefentwickler für Codex Thibault Sottiaux via X, dass es eine Handvoll Vorfälle dieser Art gab. In seinem Beitrag schrieb er auch, dass man an einer Lösung arbeite, um das Risiko solcher Vorfälle weiter zu minimieren. Der Fehler kann laut Sottiaux auftreten, wenn man Codex vollen Zugriff auf sein System gewährt, es ohne Sandbox-Schutzmaßnahmen ausgeführt und die automatische Überprüfung deaktiviert. Codex ist ein KI-Coding-Agent in ChatGPT.
In der Vorschau zur aktuellen Version merkt OpenAI an, dass GPT-5.6 Sol im Vergleich zur Version 5.5 „häufiger als sein Vorgänger übermäßig beharrlich bei der Verfolgung von Nutzerzielen sein kann, bis zu Handlungen, die über die Absichten des Nutzers hinausgehen“. Außerdem erwähnt OpenAI, dass die absolute Anzahl dieser Ereignisse gering sei, auch wenn die Rate prozentual gestiegen sei.
Dort führt OpenAI zudem ein Beispiel an, bei dem GPT-5.6 Sol beauftragt wurde, drei virtuelle Maschinen zu löschen. Als das System diese nicht finden konnte, löschte es einfach drei andere, ohne eine Rückfrage an den Nutzer zu stellen. Es beendete aktive Prozesse und löschte die Arbeitsverzeichnisse. Auf Nachfrage räumte das System den Vorgang ein und stoppte ihn nach Einspruch des Nutzers.











