Seit dem Sturz des langjährigen Machthabers Baschar al-Assad im Dezember 2024 durch Kämpfer unter Führung der islamistischen HTS-Miliz hat es in Damaskus mehrere Anschläge gegeben. Erst am vergangenen Donnerstag waren bei einem Bombenanschlag in einem Café zehn Menschen getötet und 21 weitere verletzt worden.
Macron war am Montagabend in Damaskus eingetroffen. Er ist der erste westlicher Staatschef, der das frühere Bürgerkriegsland Syrien seit dem Sturz Assads besucht. Im Mai 2025 war Macron bereits der erste westliche Staatschef gewesen, der Sharaa zu einem Besuch empfangen hatte. Der frühere Anführer der HTS-Miliz führt nun die syrische Übergangsregierung an.Scharaa gab bekannt, er habe mit Macron vereinbart, die Beziehungen beider Länder auf Botschafterebene »so bald wie möglich« wieder aufzunehmen. Die französische Botschaft in Damaskus war 2012, ein Jahr nach Beginn des Bürgerkriegs, geschlossen worden. Derzeit wird Frankreich in Syrien durch einen Geschäftsträger vertreten.
Syrien als alternative Route zur Straße von Hormus?Macron und Sharaa eröffneten zudem ein Wirtschaftsforum »zum Aufbau Syriens und von strategischen Korridoren«. Der französische Präsident hatte ein Geschenk dabei: Macron versrprach, sein Land werde Vermögenswerte der gestürzten syrischen Assad-Regierung im Wert von mehr als 50 Millionen Euro an Syrien zurückgeben. Dabei handle es sich um unrechtmäßig erworbene Vermögenswerte eines Mitglieds der Familie des früheren Machthabers.Der syrische Präsident sagte dabei, er wünsche sich Frankreich als wichtigsten Partner seines Landes. Macron, der von einer französischen Wirtschaftsdelegation begleitet wurde, sagte, neben dem Wiederaufbau sei eines der Ziele der Partnerschaft, Syrien langfristig zu einem regionalen »Hub« aufzubauen. Das Land sei jedoch noch mit vielen Herausforderungen konfrontiert.










