Das sagte der DFB-Sportchef in einem gemeinsamen Interview von ARD, »Bild«, »Frankfurter Rundschau«, der »Funke Mediengruppe«, »Kicker« und »Süddeutscher Zeitung«.Unterschätzt habe man zudem »die Wucht und die Macht der Fotos«, sagte Völler. Er verwies auf »dieses ominöse Foto von Lena auf dem Fahrrad, das hat der Sache nicht gutgetan«.Was er meinte: Nagelsmanns Ehefrau war während der WM auf Bildern beim Radeln zum Training zu sehen. Manche Medien und Experten hatten nach dem WM-Aus kritisiert, dass die Spieler von ihren Frauen und Familien abgelenkt gewesen wären. »Aber deswegen haben wir nicht drei Elfmeter verschossen gegen Paraguay.«

Das dritte frühe WM-Aus in Serie sei vielmehr »kein Zufall. Auf gewissen Positionen sind wir auch nicht mehr absolut top, absolute Weltklasse. Daran muss man arbeiten.« Das soll Völler, der seinen Vertrag beim DFB bis 2028 erfüllen wird, künftig mit Wunsch-Bundestrainer Jürgen Klopp tun.

Trotzdem verteidigte er Nagelsmann noch einmal vehement. Er werde »niemals etwas anderes sagen, als dass es ein Glücksfall war, ihn zu bekommen«, sagte Völler. Völler hatte Nagelsmann im September 2023 nach der Trennung von Hansi Flick als »Wunschlösung« für den Job als Nationaltrainer gewonnen.»Julian hat leider diesen Kredit, den er relativ lange hatte, schon vor der WM und dann auch während der WM nicht mehr gehabt. Das empfand ich als ein bisschen ungerecht«, so Völler weiter.