Berufungsurteil in Frankreich: Rechtspopulistin Marine Le Pen darf zur Wahl antreten
Rechtsaußen-Politikerin Marine Le Pen kann sich 2027 im französischen Präsidentschaftswahlkampf aufstellen lassen. Das Gericht erklärte sie aber der Unterschlagung für schuldig.
Marine Le Pen verlässt am Dienstag das Berufungsgericht in Paris
Benoit Tessier/reuters
Das Berufungsgericht in Paris wollte für die Rechtspopulistin Marine Le Pen ein salomonisches Urteil fällen: Marine Le Pen, Parteivorsitzende des Rassemblement National (RN), sollte für schuldig erklärt und zu einer Haftstrafe verurteilt werden, doch die Verantwortung für alle politischen Konsequenzen wollte man im Namen der Justiz nicht übernehmen. Ein strenges Urteil mit einem Verlust der Wählbarkeit nämlich hätte Le Pen automatisch an einer Kandidatur gehindert. Der Gerichtsbeschluss von Dienstag ist für Le Pen weniger zwingend. Und niemand kann sagen, es sei die Justiz gewesen, die sie aus dem politischen Rennen genommen hätte. Das Urteil sorgte am Dienstagnachmittag in und außerhalb des Gerichts für Konfusion und Ratlosigkeit.










