Bryan Johnson nennt sich selbst den biologisch am gründlichsten vermessenen Menschen aller Zeiten. Der US-Tech-Millionär steckt jährlich rund zwei Millionen Dollar in sein Anti-Aging-Programm, lässt sich regelmäßig durchleuchten, spiegeln und testen. Sein erklärtes Ziel: den Tod besiegen.Ende Juni machte der 48-Jährige nun eine Diagnose öffentlich, die dieses Projekt ins Wanken bringt. „Mein Magen frisst sich selbst auf“, schrieb Johnson auf seinen Kanälen. Bei ihm wurde eine autoimmune Gastritis festgestellt, eine chronische Entzündung, bei der das Immunsystem die eigene Magenschleimhaut angreift.Das Pikante daran: Die Diagnose kam erst im Mai – nach Jahren, in denen Johnsons Ärzteteam einen dauerhaft niedrigen Ferritinwert nicht erklären konnte. Elf Jahre lang blieb die Ursache im Dunkeln, weil alle übrigen Blutwerte unauffällig aussahen. Der Körper zapft bei Eisenmangel zuerst seine Reserven an, die klassischen Anämie-Marker bleiben lange normal.
Eine seltene Krankheit ohne Heilung
Erst massiv erhöhte Antikörper und Gewebeproben aus dem Magen brachten Anfang 2026 Gewissheit. Johnson selbst schätzt, dass zwei bis fünf Prozent der Menschen betroffen sind – oft unbemerkt, weil die Krankheit jahrelang still verläuft.Heilbar ist die autoimmune Gastritis bislang nicht. Sie stört die Aufnahme von Eisen und Vitamin B12 und erhöht langfristig das Risiko für Magenkrebs. Wer die Diagnose früh bekommt, kann mit Kontrollspiegelungen und B12-Injektionen aber gut damit leben.











