PfadnavigationHomeRegionalesThüringenAfD bestätigt Spitzenduo – Chrupalla verliert an RückhaltStand: 12:57 UhrLesedauer: 4 MinutenFür Alice Weidel lief die Wiederwahl zur Bundesvorsitzenden etwas besser als für den Co-Vorsitzenden, Tino Chrupalla.Quelle: Sebastian Kahnert/dpaDie AfD hat ihr Spitzenduo wiedergewählt. Chrupalla muss allerdings Federn lassen. In der zweiten Reihe gibt es neue, jüngere Gesichter. Vom Protest der AfD-Gegner sehen die Delegierten wenig.Alice Weidel und Tino Chrupalla dürfen als Co-Vorsitzende der AfD weiter machen. Bei einem von lautstarken Straßenprotesten begleiteten Bundesparteitag in Erfurt bestätigten die Delegierten das Spitzenduo ohne Gegenkandidaten für weitere zwei Jahre im Amt. Weidel erhielt 81,3 Prozent und konnte sich damit minimal verbessern im Vergleich zur Wahl von 2024. Chrupalla schnitt mit rund 70 Prozent schwächer ab damals, als er 83 Prozent Zustimmung erhielt. Hinterher sagte er, immerhin hätten ihm mehr als zwei Drittel der Delegierten ihre Stimme gegeben.Größtenteils friedlicher ProtestZehntausende AfD-Gegner beteiligten sich am Samstag an Protesten in Erfurt. Nach Angaben der Polizei kamen rund 31.000 Menschen zu Demonstrationszügen, Kundgebungen und Sitzblockaden. Die Bündnisse «Zusammenstehen» und «Widersetzen» sprachen von 50.000 Demonstranten. Der Parteitag begann trotz aller Proteste pünktlich, da die Delegierten teils in einem Hotel neben der Messe schliefen, teils schon früh am Morgen mit von der Polizei eskortierten Reisebussen zum Parteitagsgelände fuhren.Journalisten attackiertBei den Protesten kam es zu Angriffen auf Medienschaffende, die Polizei nimmt Ermittlungen auf. «Angriffe auf Journalistinnen und Journalisten werden von uns konsequent verfolgt», teilte die Polizei mit. Es sei während des Einsatzes zu Übergriffen gekommen, «insbesondere auf Livestreamer.» Zwei Streamer seien aus einer Gruppe von Demonstranten heraus verfolgt und angegriffen worden, ein Dritter sei bei der Kundgebung vor dem Tagungsort der AfD bedrängt, aber nicht verletzt worden, sagte ein Sprecher der Landespolizeidirektion. Für welches Medium die Betroffenen im Einsatz waren, sagte die Polizei mit Hinweis auf ermittlungstaktische Gründe nicht.