PfadnavigationHomePolitikDeutschlandParteitag in ErfurtWeidel erhält mehr Stimmen als Chrupalla – AfD bestätigt Doppelspitze im AmtStand: 15:08 UhrLesedauer: 3 MinutenAfD-Chefin Weidel fordert auf dem Parteitag die Abschaffung der Energiewende, die Rückkehr zur Kernkraft und eine scharfe Migrationspolitik. Sie erklärt: „Wir werden diesen Wahnsinn stoppen.“Die AfD wird auch künftig vom Spitzenduo Alice Weidel und Tino Chrupalla geführt. Beim Parteitag werden beide im Amt bestätigt – Chrupalla mit einem Dämpfer, Weidel mit leicht besserem Ergebnis.Zwei Monate vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt sind die AfD-Chefs Der AfD-Bundesparteitag hat die Doppelspitze aus Alice Weidel und Tino Chrupalla für weitere zwei Jahre im Amt bestätigt. Weidel erhielt beim geheimen Votum der Delegierten am Samstag auf dem Parteitag in Erfurt 81,3 Prozent der Stimmen – und damit deutlich mehr als der Ko-Vorsitzende Chrupalla, der auf 70,05 Prozent kam. Chrupalla steht seit 2019 an der Spitze der Partei, Weidel seit 2022.Bei den von der AfD bekannt gegebenen Ergebnissen wurden nur Ja- und Nein-Stimmen gezählt, Enthaltungen wurden in dem Prozentergebnis nicht berücksichtigt. Bei ihrer letzten Wahl auf dem AfD-Parteitag vor zwei Jahren hatte Chrupalla noch mehr Stimmen bekommen als Weidel. Damals kam er auf 82,7 Prozent, Weidel auf 79,8 Prozent.Gegenkandidaten gab es auch dieses Mal nicht. Beide schlugen sich gegenseitig vor. Zuvor hatten sich die Delegierten mit deutlicher Mehrheit dafür entschieden, dass die Partei weiterhin von einer Doppelspitze geführt werden soll. Auch eine Einzelspitze wäre laut Satzung möglich.++ Alle Entwicklungen rund um den AfD-Parteitag im Liveticker ++Weidel griff Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) scharf an. Dieser sei der Vivaldi unter den Regierungschefs – „für alle vier Jahreszeiten eine Reformankündigung“. „Jedes Mal haut er kräftig auf die Pauke und danach folgt ein Streichkonzert.“ Gestrichen würden Versprechen, warf sie Merz vor. Lauten Jubel gab es im Saal für den Ausruf: „Wir werden rigoros abschieben!“Lesen Sie auchChrupalla betonte in seiner Bewerbungsrede den Machtanspruch der AfD: „Wir wollen regieren“, sagte er. Man sei zu einer Volkspartei gewachsen. Dass man Oppositionsarbeit beherrsche, habe man bewiesen. „Und wir werden regieren, zuerst in einem Land, dann im Bund.“ Man müsse gut vorbereitet sein.Der Parteitag findet zu einem Zeitpunkt statt, an dem die AfD in bundesweiten Umfragen so stark ist wie nie zuvor. Mit den Landtagswahlen im Osten des Landes im September verbindet die Partei zudem Hoffnungen auf eine erste Regierungsbeteiligung. Das Jahr 2026 sei das Superwahljahr für die AfD, sagte Weidel. Lesen Sie auchWomöglich um die Aussichten nicht zu gefährden, erstickte Weidel eine vom Thüringer Landeschef Björn Höcke und einigen Mitstreitern vorgeschlagene Debatte im Keim. Dabei ging es um eine Lockerung der Regeln für die Nichtaufnahme von Menschen in die AfD, die vormals Mitglieder einer extremistischen Partei waren. Weidel sicherte zu, der neue Bundesvorstand werde die sogenannte Unvereinbarkeitsliste überarbeiten.Der Parteitag wurde wie erwartet von umfangreichen Protesten begleitet. Zehntausende Demonstranten waren in Erfurt unterwegs. Trotz Blockaden von Zufahrtsstraßen begann das Delegiertentreffen aber ohne Verzögerungen, da die meisten der rund 600 AfD-Mitglieder bereits in den frühen Morgenstunden angereist waren. Begleitet von der Polizei wurden sie in Bussen zur Messe Erfurt gebracht. Die Polizei hatte bis zu 25.000 gewaltbereite Linksextremisten bei den Protestaktionen erwartet. ll mit dpa/AFP
Alice Weidel erhält mehr Stimmen als Tino Chrupalla – AfD bestätigt Doppelspitze im Amt - WELT
Die AfD wird auch künftig vom Spitzenduo Alice Weidel und Tino Chrupalla geführt. Beim Parteitag werden beide im Amt bestätigt – Chrupalla mit einem Dämpfer, Weidel mit leicht besserem Ergebnis.












