PfadnavigationHomeSportFußballWMThomas Strunz„Ich bewege mich viel in der Szene. Alle sagen, was der DFB macht, sei katastrophal“Stand: 21:22 UhrLesedauer: 2 MinutenSeit dem frühen WM-Aus gegen Paraguay wird über die Zukunft von Bundestrainer Nagelsmann diskutiert. Immer wieder wurde die gute Stimmung innerhalb der Mannschaft betont. „Zu viel Harmonie ist auch nicht gut, du brauchst auch Reibungspunkte“, sagt Ex-Nationalspieler Helmer.Ein neuer Bundestrainer genügt nicht, findet Thomas Strunz, der DFB müsse sich nach dem WM-Debakel neu aufstellen. Der Europameister von 1996 schlägt konkrete Personalien vor und nennt Namen.Der frühere Fußball-Europameister Thomas Strunz rät dem DFB nach dem desaströsen WM-Aus, Ex-Profis in prominente Rollen zu bringen. „Wir brauchen ehemalige Spieler, die erfahren haben und wissen, was Erfolg auf dem Platz bedeutet, die schon in Vereinen gearbeitet haben, Strukturen kennen und aufbauen können“, schrieb Strunz im „Kicker“.Der 58-Jährige nannte auch konkrete Namen. „Fredi Bobic wäre ein Mann mit Hintergrund, er hat aus der grauen Maus Eintracht Frankfurt einen erfolgreichen Club gemacht“, schrieb Strunz. „Bobic ist für mich ein potenzieller DFB-Geschäftsführer. Vielleicht wäre auch Oliver Kahn interessiert.“Kahn war Kapitän im Nationalteam und beim FC Bayern. Als Vorstandschef scheiterte er beim deutschen Rekordmeister. Strunz (58) sieht es als wichtig an, dass nicht nur der Bundestrainer ausgetauscht wird. „Ist es allein damit getan, dass er durch Jürgen Klopp oder einen anderen ersetzt wird? Nein. Die Strukturen und Menschen im Verband bleiben die gleichen. Da ändert sich nichts“, schrieb er. „Eine Person allein kann den schwerfälligen Tanker DFB nicht in Bewegung setzen“, meinte der frühere Bayern-Profi. „Durch den deutschen Fußball und seinen Dachverband muss die große Welle spülen.“Philipp Lahm wäre auch einer, findet Strunz„Ich bewege mich viel in der Szene und unterhalte mich mit ehemaligen Mitspielern. Alle sagen, was der DFB macht, sei katastrophal, auch der Umgang mit früheren Nationalspielern. Es gebe keine Einbindung, nichts. Es ist ein Bürokratenstadel“, führte Strunz aus. Der ehemalige Mittelfeldspieler nannte auch weitere Namen für Aufgaben, etwa den von Philipp Lahm.Lesen Sie auchLahm habe „als Chef der EM 2024 die Strukturen und Verhältnisse im DFB und in der UEFA kennengelernt. In ihm sehe ich einen künftigen, besser: den sofortigen DFB-Präsidenten, der etwas bewegen könnte“, befand Strunz. Angesprochen auf eine mögliche Rolle als DFB-Funktionär erklärte Lahm dieser Tage: „Aktuell bin ich nicht auf der Suche nach irgendeiner Aufgabe. Man sollte nie was ausschließen, ist ja außer Frage, aber aktuell passt mein Leben so, wie es ist.“Geld könne bei der Übernahme einer solchen Aufgabe „selbstverständlich nicht der motivierende Faktor sein“, sagte Strunz. „Dennoch ließen sich mit Sicherheit Leute finden, die in ihrer Karriere genug verdient haben und bereit wären.“ Die Zeit für Alibis sei vorbei.dpa/SUF