SZ-Magazin: Frau Klüssendorf, welche Gefühlserbschaft haben Ihre Eltern Ihnen hinterlassen?Angelika Klüssendorf: Meine Mutter bekam mich mit 17. Die ersten Jahre meines Lebens habe ich bei meiner Großmutter verbracht, weil meine Eltern kurz nach meiner Geburt ins Gefängnis kamen. Mein Vater soll Doppelagent für die Russen und Amerikaner gewesen sein, meine Mutter wurde als Mitwisserin verurteilt. Die Jahre bei meiner Großmutter waren mein großes Glück.
»Ich möchte keine Regenwürmer kochen müssen«
Die Schriftstellerin Angelika Klüssendorf über den Zusammenhang von Sadismus und Kreativität und über die Angst vor Armut, die sie seit ihrer furchtbaren Kindheit in der DDR begleitet.








