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Dass ich von sehr wenig Geld lebe, ist keine Folge der gegenwärtigen Krisen. Mir hat von jeher das Talent gefehlt, mein Tun zu vermarkten. Doch ich arbeite gern und viel.
Solange ich fest angestellt war, hielten sich meine finanziellen Probleme in Grenzen. Wie schlecht ich als Verkäuferin meiner jetzigen freiberuflichen Tätigkeit bin, kristallisierte sich erst mit der Zeit heraus. Erschwerend kommt hinzu, dass Text- und Bild-Honorare seit Jahren sinken. Als die Zeit verstrich, musste ich konstatieren, dass ich eines Tages zu denen gehören werde, die man in der Statistik unter „Altersarmut“ ablegt.
Ich finde das zum Fürchten, denn wie jeder Mensch bin ich davon ausgegangen, dass man sein Leben an einem Nullpunkt beginnt und viel weiter oben beendet. Andererseits ist es unmöglich, dauernd in Existenzangststarre zu verharren. Nach Jahrzehnten der Praxis kann ich Zustände aushalten, da würden die meisten Bundesbürger schnell die Nerven verlieren.
Alle Wünsche werden gestrichen








