Zwischen den Stühlen zu sitzen, zwischen Ost und West, Mann und Frau, Stadt und Land: Das hat Annett Gröschner einmal ihr Lieblingsgefühl genannt. Und Ulrike Draesner hat ihre Vaterfamilie erwähnt, nach dem Krieg aus Polen geflüchtet: „Ich weiß, was gemeint ist, wenn man von intergenerationellem Gedächtnis spricht, weil ich von Kindheit an Ängste und Albträume hatte, die etwas Fremdes und gleichzeitig Eigenes waren. So einem Thema entwächst man nicht.“