Illustration Jasmin Hegetschweiler / NZZDer Schweizer Equipe gelingt der erste Sieg in einer WM-K.-o.-Runde seit 1938. Und: die erste rundum überzeugende Vorstellung im laufenden Turnier. Eine visuelle Analyse.03.07.2026, 12.49 Uhr3 LeseminutenSchnelle Tore nach Pausen werden an dieser WM zum Schweizer Stilmittel: Johan Manzambi traf gegen Bosnien-Herzegowina wenige Minuten nach der zweiten Trinkpause, Ruben Vargas erzielte 39 Sekunden nach dem Beginn der zweiten Hälfte ein Tor gegen Kanada.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Und im Sechzehntelfinal gegen Algerien hat das Team es wieder getan. Diesmal Dan Ndoye:Den Schweizer Führungstreffer hatte Breel Embolo bereits in der zehnten Minute erzielt. Das Tor kam allerdings überraschend, weil es entgegen dem Spielverlauf fiel. Die Schweizer Equipe zeigte sich in der Startphase nervös, die Algerier pressten hoch, übten Druck aus, hatten mehr Ballaktionen.Der Gegentreffer nahm den Algeriern den Anfangsschwung. Es dauerte lange, bis sie sich gefangen hatten. Erst kurz vor der Pause erstarkten die Nordafrikaner. Doch dann fiel kurz nach dem Wiederanpfiff der zweite Schweizer Treffer – erneut zu einem «psychologisch wichtigen Zeitpunkt», wie man es im Fussballsprech zu sagen pflegt.Aus zwei Schweizer Grosschancen resultierten zwei Tore. Diese Effizienz liess das Team von Murat Yakin speziell im Auftaktspiel gegen Katar noch vermissen. Bei 3,2 erwartbaren Toren (Expected Goals, xG) gelang ihm dort nur eines.Jetzt haben die Schweizer statistisch gesehen gegen Algerien sogar mehr Tore erzielt, als zu erwarten gewesen wäre – nämlich 2 bei 1,5 erwartbaren Treffern.Zumindest war das der Schweizer Wert, bis Fabian Rieder nach einem Querpass des stark aufspielenden Denis Zakaria eine riesige Möglichkeit vergab. Rieder schoss direkt in die Arme des eigentlich schon geschlagenen algerischen Goalies. So steigerte er die Expected Goals (xG) noch um etwa 0,6.Das zeigen Daten, die der NZZ von Opta zur Verfügung gestellt wurden.Murat Yakin wird den Lapsus verkraften können. Im Sechzehntelfinal liess sein Team Algerien – eine spielstarke Mannschaft wie Kanada – nämlich kaum zu Chancen kommen.Im letzten Gruppenspiel gegen den Co-Gastgeber fiel das Schweizer Nationalteam hingegen nach rund 60 Minuten in sich zusammen. Es lud den Gegner zu Chancen ein, kassierte den Anschlusstreffer und lief Gefahr, den späten Ausgleich zu kassieren, wie gegen Katar.Bei Kanadas Sturmlauf im letzten Viertel zeigen die Statistiken am Ende der Partie 47 Ballkontakte im Strafraum der Schweiz. Gegen Algerien waren es hingegen nur 18. Die gefährliche Offensivreihe um Riyad Mahrez und Ibrahim Maza tauchte kaum gefährlich vor Gregor Kobels Tor auf. Und wenn doch, agierte die Schweiz abgeklärter als noch in den vorherigen Spielen.Denn Katar (15) und Bosnien-Herzegowina (13) kamen auf eine ähnliche Anzahl Ballberührungen im Schweizer Strafraum. Und beiden gelang ein Tor. Gegen Algerien behielt die Schweiz nun erstmals an der laufenden Weltmeisterschaft eine weisse Weste.So steht am Ende einer besonderen Affiche ein wichtiger Sieg. Es war Granit Xhakas 150. Spiel im Schweizer Nationaltrikot. Zum ersten Mal hat die Schweiz drei WM-Spiele in Folge gewonnen und den ersten Sieg in einer WM-K.-o.-Runde seit 1938 errungen.Und Murat Yakin blieb auch im sechsten Duell mit Vladimir Petkovic, seinem Vorgänger als Trainer der Schweiz, unbesiegt.Wie die Daten erhoben wurdenDie Daten werden der NZZ von Opta zur Verfügung gestellt. Das Unternehmen nutzt Videobilder, um mittels Bilderkennung die Position der Spieler und des Balles zu ermitteln. Jede Ballaktion erhält eine Kategorie, etwa «Schuss aufs Tor» oder «Foul». Diese Daten bilden die Grundlage der Analyse.Passend zum Artikel
Ein reifer Sieg: wie die Schweiz Algerien in der WM-K.-o.-Runde bezwang
Der Schweizer Equipe gelingt der erste Sieg in einer WM-K.-o.-Runde seit 1938. Und: die erste rundum überzeugende Vorstellung im laufenden Turnier. Eine visuelle Analyse.












