PfadnavigationHomePolitikDeutschlandErfurt„Ist nicht legitim, einen Parteitag zu sabotieren“ – Ramelow verurteilt Gewalt bei AfD-ProtestenStand: 06:24 UhrLesedauer: 2 MinutenBeim kommenden Parteitag der AfD in Erfurt werden Tausende Demonstranten erwartet. Unter ihnen auch einige Hundert Linksextreme. „Das linksextreme Bündnis ‚Widersetzen‘ hat schon einige Tipps für Blockaden gegeben“, sagt die stellvertretende WELT-TV-Politikchefin Dorothea Schupelius.Den friedlichen Protest gegen den AfD-Parteitag hält der Linken-Politiker dennoch für berechtigt. „Es ist legitim, dass man seine Meinung äußert.“ Berichte über angekündigte gewaltsame Aktionen von Linken will Ramelow nicht bestätigen.Vor den angekündigten Protesten gegen den AfD-Parteitag in Erfurt hat Linken-Politiker Bodo Ramelow jede Form von Gewalt zurückgewiesen. „Gewalt ist kein legitimes Mittel, sich politisch auseinanderzusetzen“, sagte Ramelow im Berlin Playbook Podcast von Politico. Zugleich betonte er: „Es ist nicht legitim, einen Parteitag zu sabotieren.“Den Protest gegen den Parteitag hält Ramelow dennoch für berechtigt. Er verwies darauf, dass dieser ausgerechnet am 3. Juli stattfinde – dem Jahrestag des Beginns des zweiten Reichsparteitags der NSDAP 1926 in Weimar, bei dem die Partei auf Adolf Hitler ausgerichtet und die Hitlerjugend gegründet wurde. Zudem sei Erfurt die Stadt, in der Björn Höcke Fraktionsvorsitzender sei. „Ich will das nicht unwidersprochen akzeptieren“, sagte Ramelow mit Blick auf Höckes Forderung nach einer anderen Erinnerungspolitik.Lesen Sie auchFriedliche Demonstrationen verteidigte Ramelow ausdrücklich. „Es ist legitim, dass man seine Meinung äußert“, sagte er. Das Versammlungsrecht gelte für alle Parteien. „Die AfD ist eine Partei, die im Deutschen Bundestag und in allen Landtagen vorhanden ist und sie muss ihren Parteitag pflichtgemäß auch erfüllen.“Polizei soll friedlichen Protest gewährleistenBerichte über angekündigte gewaltsame Aktionen von Linken wollte Ramelow nicht bestätigen. „Ich habe keine Kenntnis von den angeblich angekündigten gewaltsamen Aktionen“, sagte er. Sollten sie stattfinden, lehne er sie ab und verurteile sie. Die Polizei müsse gewährleisten, „dass alle Formen von Protest friedlich durchgeführt werden können“.