Mit Ablauf der Frist Ende Juni liegen nun die kommunalen Wärmepläne der deutschen Großstädte vor. Nach Medienberichten soll Dresden in den kommenden Jahren sein Gasnetz teilweise auf Wasserstoff umstellen. Doch auf Anfrage der Berliner Zeitung widerspricht die Stadt dieser Darstellung.„Die Aussage, dass in Dresden das Erdgasverteilnetz auf Wasserstoff umgestellt werden soll, trifft nicht zu“, erklärt die Stadtverwaltung. Nach derzeitigem Stand gebe es in Dresden keine Stadtgebiete, die künftig über ein Wasserstoffverteilnetz versorgt werden sollen.
Dresden: Wärmeplan sieht zunächst nur Prüfgebiete vor
Ein Blick in den Entwurf des kommunalen Wärmeplans erklärt jedoch, wie es zum Missverständnis kommen konnte. Darin wird Wasserstoff zwar grundsätzlich als eine mögliche Option genannt. Gleichzeitig betont die Stadt jedoch, dass Preis, Verfügbarkeit und Wirtschaftlichkeit derzeit mit erheblichen Unsicherheiten verbunden seien.
Für mehrere Prüfgebiete soll deshalb zunächst bis voraussichtlich 2028 untersucht werden, ob eine Umstellung des Gasnetzes auf Wasserstoff überhaupt sinnvoll und technisch umsetzbar ist. Erst danach könnte über das weitere Vorgehen entschieden werden. Der geplante Anschluss Dresdens an das überregionale Wasserstoff-Kernnetz ab 2032 bedeutet nach Angaben der Stadt ausdrücklich nicht, dass Wohngebiete automatisch mit Wasserstoff versorgt werden.















