Mit Ablauf der Frist Ende Juni liegen nun die kommunalen Wärmepläne der deutschen Großstädte vor. Sie zeigen, wie einzelne Städte ihre Wärmeversorgung bis 2045 umbauen wollen. Ein Blick in den Berliner Wärmeplan offenbart: Teile des Gasverteilnetzes sollen langfristig schrittweise stillgelegt werden.„Für das Gasnetz ist insgesamt mit einem Rückgang an benötigten Netzkapazitäten zu rechnen“, heißt es im Berliner Wärmeplan, den die Berliner Zeitung ausgewertet hat.

Berliner Wärmeplan sieht Rückbau von Teilen des Gasnetzes vor

Weiter heißt es: „In Teilen der Wärmenetzgebiete und der Gebiete der dezentralen Versorgung steht perspektivisch die schrittweise Stilllegung der Verteilnetze an.“ Der Wärmeplan sieht stattdessen je nach Stadtgebiet unterschiedliche Lösungen vor: vom weiteren Ausbau der Fernwärme bis hin zu dezentralen Heizsystemen wie Wärmepumpen.

Gleichzeitig macht der Berliner Wärmeplan deutlich, dass Wasserstoff für Privathaushalte nach heutigem Stand keine flächendeckende Alternative werden soll. Zwar ist ein Wasserstoff-Startnetz für große Heizkraftwerke und später weitere Großverbraucher vorgesehen. Ein Ausbau von Wasserstoffverteilnetzen für Einzelgebäude sei derzeit jedoch nicht absehbar, heißt es ausdrücklich.