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Bayer: Die Trennung von Glyphosat wird wahrscheinlicher Nach dem Erfolg vor dem Supreme Court gliedert Bayer in den USA sein Glyphosat-Geschäft aus – und sorgt so an der Börse für einen Kurssprung.

Jürgen Salz 02.07.2026 - 12:03 Uhr Nach dem Urteil des Obersten Gerichtshofs der USA hat sich die Lage für Bayer aufgehellt. Foto: IMAGO/Panama PicturesDas Produkt ist veraltet. Seit Jahren schwinden die Umsätze. Die Margen sind überschaubar, der Konkurrenzdruck hoch. Hinzu kommt: In den vergangenen Jahren hat das Produkt für viel juristischen Ärger gesorgt und seinen Hersteller Milliarden für Vergleiche gekostet.Zuletzt brachte das Pflanzenschutzmittel Bayer noch einen Jahresumsatz von 2,5 Milliarden Euro – vor einigen Jahren dürfte es noch das Doppelte gewesen sein. In den vergangenen Jahren drängten immer stärker chinesische Anbieter auf den Markt. Die Patente für Glyphosat, seit 1974 auf dem Markt, sind längst abgelaufen.Dass Bayer jetzt dieses veraltete, margenschwache Produkt ausgliedert, hat an der Börse für Freude gesorgt. Um fünf Prozent stieg die Aktie am Donnerstagvormittag. Der Kurs erreichte über 50 Euro – einen Wert, den das Bayer-Papier lange nicht mehr gesehen hat.Womöglich trennt sich Bayer zeitnah auch ganz von seinem Problemprodukt – und könnte damit weitere Kurssprünge auslösen. Die erfolgte Ausgliederung könnte dazu ein erster Schritt sein. Dass der Supreme Court am vergangenen Donnerstag ein für Bayer positives Urteil gefällt und damit einen Großteil der Rechtsrisiken abgeräumt hat, könnte sogar potenzielle Käufer anlocken. Die Ausgliederung gilt auch deswegen als unproblematisch, weil Glyphosat kaum Synergien zu anderen Pflanzenschutzmitteln und Agrarprodukten des Konzerns hat.Bayer hofft auf eine agilere EinheitTatsächlich gilt die Ausgliederung des Glyphosat-Geschäfts zunächst nur für die USA, wo Bayer jedoch den Großteil seiner Umsätze mit dem Unkrautvernichter macht. Insbesondere im Mittleren Westen der USA setzen die Bauern Glyphosat gern auf ihren riesigen Soja- und Weizenfeldern ein. Ob die Ausgliederung noch auf andere Regionen ausgeweitet wird, etwa Lateinamerika, ist offen.Die neue Gesellschaft mit Sitz in St. Louis (USA) heißt Ruveon – und bleibt Teil des Bayer-Konzerns. Ziel ist es laut Bayer, das Geschäft optimal auf die spezifischen Anforderungen des US-Marktes auszurichten. Ruveon werde sich dabei auf alle Aspekte des US-amerikanischen Glyphosatgeschäfts konzentrieren – von Preisgestaltung und Markteinführungsstrategien bis hin zu Produktion und Logistik. Als eigenständige Einheit könne Ruveon agiler handeln und damit den spezifischen Wettbewerbsdynamiken in dem durch Generika geprägten Markt besser begegnen.Neuer CEO des Unternehmens wird der langgediente Bayer-Manager Alfonso Alba Ordóñez. Die Börse wartet nun gespannt darauf, ob Ordóñez bald weitere Trennungsschritte einleiten wird. Unsere Partner Anzeige Stellenmarkt Die besten Jobs auf Handelsblatt.com Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige IT BOLTWISE Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik Anzeige Remind.me Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s Anzeige Presseportal Lesen Sie die News führender Unternehmen! Anzeige Bellevue Ferienhaus Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen Anzeige Übersicht Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche Anzeige Finanzvergleich Die besten Produkte im Überblick