Neue Kursphantasie für die Bayer-Aktie: Erst vor wenigen Tagen hatte der wichtige Erfolg vor dem Supreme Court die Bayer-Aktie beflügelt, nun sendet der Konzern aus Leverkusen ein weiteres Hoffnungszeichen. Bayer bündelt sein umstrittenes und von Klagen überhäuftes US-Geschäft mit dem Unkrautvernichter Glyphosat in einer neuen Gesellschaft. Damit schürt das Unternehmen ​Hoffnungen auf eine Aufspaltung des Konzerns.

Die neue Einheit mit dem Namen Ruveon werde das gesamte US-Geschäft mit dem glyphosathaltigen Unkrautvernichter ‌steuern, teilte Bayer am Donnerstag mit. Dies umfasse die Preisgestaltung, die Produktion und die Logistik. Die Aktien des Agrarchemie- und Pharmakonzerns stiegen am Donnerstag um bis zu 8 Prozent über die Marke von 53 Euro und damit auf das höchste Niveau seit drei Jahren.Abspaltung von Geschäftsbereichen erfreut BörsianerDer Schritt befeuert bei Investoren die Hoffnung, dass der Konzern sich strukturellen Veränderungen ​nähert, die einige Aktionäre seit langem fordern. Die Maßnahme „könnte die Spekulationen von Anlegern über eine eventuelle Trennung einiger Agraraktivitäten von Bayer ⁠anheizen“, kommentierte ⁠Sebastian Bray von Berenberg. Stefan Wulf vom Brokerhaus ODDO BHF erklärte, die separate Aufstellung des US-Glyphosat-Geschäfts würde es Bayer erleichtern, „das Geschäft künftig abzutrennen oder zu veräußern“. Bayer erklärte jedoch, Ruveon werde ein Bayer-Geschäft bleiben.