Die US-Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration (FAA) beabsichtigt, auf Grundlage der Executive Order 14304 des Weißen Hauses das seit 1973 geltende Verbot von zivilen Überschallflügen über US-Territorium aufzuheben. Das teilte die FAA am Mittwoch mit. Flüge sollen so mit zukünftigen, leisen Überschall-Passagierflugzeugen beschleunigt und Reisezeiten stark verkürzt werden. Die FAA erarbeitet nun Zertifizierungsstandards für Überschallflugzeuge sowie Lärmstandards für Start und Landungen.
Beim Übergang zum Überschallflug kann sich die Druckwelle des Flugzeugs nicht mehr nach vorn ausbreiten und verdichtet sich zu einer Schallmauer. Dabei entsteht ein kegelförmiger Trichter aus Druckwellen hinter dem Flugzeug. Diese Druckwellen sind am Boden als lauter Knall zu hören, der zu einer Lärmbelastung bei Anwohnern in Fluggebieten führt. Auch Starts und Landungen führen in Flughafennähe zu Lärmbelästigungen. Entsprechend wurden in den USA 1973 Überschallflüge über Land für zivile Maschinen in der Luftfahrt verboten. Lediglich Militärjets dürfen seitdem weiterhin schneller als der Schall auch über Land unterwegs sein.
Die Regelung könne nun aber aufgehoben werden, heißt es von Michael Kratios, Assistant to the President for Science and Technology und Director of the White House Office of Science and Technology Policy. Alte Vorschriften hätten dafür gesorgt, dass technologischer Fortschritt ausgebremst werde. Die Aufhebung des Verbots auf Grundlage der Executive Order 14304 werde dafür sorgen, dass neue Techniken entwickelt und hochqualifizierte Arbeitsplätze in den USA entstehen.










