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Neobroker: Trade Republic entgehen wegen EU-Verbot Millioneneinnahmen Auch in Deutschland gilt nun ein EU-Verbot, das die günstigen Handelsgebühren bei Neobrokern ermöglicht hat. Bei Trade Republic bleibt die Einnahmelücke zunächst offen.
Philipp Frohn, Lukas Zdrzalek 02.07.2026 - 08:04 Uhr aktualisiert Mit dem Verbot von „Payment for Order Flow“ bricht eine wichtige Ertragsquelle für Trade Republic weg. Foto: IMAGO/dreamstimeDer Berliner Neobroker Trade Republic wird die Einnahmeverluste erst mittel- bis langfristig vollständig kompensieren, die aus einem EU-weiten Verbot eines für Finanzinstitute zentralen Geschäftszweigs resultieren. Das erklärte Mitgründer Christian Hecker im WirtschaftsWoche-Podcast Bitcoin & Beyond. Der Geschäftszweig hatte es Neobrokern wie Trade Republic erst ermöglicht, ihren Kunden den Börsenhandel für einen Euro je Order anzubieten.Broker erhielten bis zuletzt von Börsenhandelsplätzen Provisionen, wenn sie die Wertpapierorders ihrer Kunden an diese weiterleiteten. Experten bezeichnen die Einnahmen als Payment for Orderflow, kurz PFOF. Für Neobroker wie Trade Republic waren diese Provisionen lange die Haupteinnahmequelle. 2024 beschloss das EU-Parlament jedoch ein Verbot der Provisionen. In Deutschland trat es zum 1. Juli 2026 in Kraft.Anlass für die Entscheidung des Parlaments waren Sorgen, Broker würden die Kundenorder an Handelsplätze weiterleiten, die hohe Gebühren zahlten, aber Anlegern schlechte Kurse böten. Zwar hat Trade Republic seine Einnahmen seit 2023 weiter diversifiziert, etwa durch ein Zinsangebot. Zuletzt hätten die PFOF-Einnahmen aber noch knapp 20 Prozent des Umsatzes ausgemacht, erklärte Hecker.Podcast Bitcoin & Beyond Jetzt auch noch die 2-Euro-Order: Der Trade-Republic-Gründer erklärt die Hintergründe vor 1 Std.











