Mehr als zehn Millionen Kunden, über 150 Milliarden Euro verwaltetes Vermögen, drei profitable Jahre in Folge und eine Bewertung von 12,5 Milliarden Euro: Trade Republic hat einen bemerkenswerten Lauf hingelegt. Aus dem Berliner Neobroker, der einst mit dem Versprechen antrat, den Aktienhandel zu demokratisieren, ist eine Art neue Volks-Bank geworden – mit Girokonto, Anleihen und Private-Equity-Fonds im Angebot.
Doch der Weg wird jetzt steiler. In wenigen Monaten greift ein EU-Verbot für das sogenannte Payment for Order Flow – eine Praxis, die zeitweise ein Drittel der Erträge ausmachte und den provisionsfreien Handel überhaupt erst ermöglichte. Gleichzeitig ist kommissionsfreies Handeln längst kein Alleinstellungsmerkmal mehr: Selbst die Sparkassen haben eine neue App rausgebraucht, um Neobroker wie Trade Republic anzugreifen. Und mit dem staatlich bezuschussten Altersvorsorgedepot, das Anfang 2027 kommen soll, drängen Banken, Versicherer und Fondsgesellschaften auf genau das Terrain, das Trade-Republic-Gründer Christian Hecker für sich reklamiert.
Wie das Unternehmen auf die Herausforderungen reagiert, warum der Vorstoß in komplexe Anlageklassen wie Private Equity ein schmaler Grat ist und ob die Gründer bei all dem Wachstum das bewahren können, was Trade Republic besonders macht, darüber informiert in diesem Podcast Henning Hinze, Redakteur des manager magazins, im Gespräch mit Katharina Slodczyk, Redakteurin des manager magazins.






