Trade Republic erweitert sein Handelsangebot auf insgesamt 30 Handelsplätze im In- und Ausland und verspricht, in Zukunft den günstigsten Börsenplatz automatisch auszuwählen. Orders werden dann automatisch zum besten Kauf- oder Verkaufskurs unter allen relevanten Börsen ausgeführt, unabhängig von der Ordergröße.Anzeige

Zusätzlich zu der Automatik sollen Kund:innen für jede Order gezielt aus den Handelsplätzen auswählen können, darunter Xetra, Euronext und Nasdaq. Das ist insbesondere angesichts unterschiedlicher Handelszeiten relevant. Die App zeigt dazu Live-Daten des aggregierten Orderbuchs sowie die Orderbücher einzelner Börsen kostenlos an – andere Broker bieten Echtzeitkurse dagegen nur gegen Gebühr oder limitiert an.

Neu ist außerdem ein eigenes Web-Terminal, über das Anleger:innen Zugang zu professionellen Chart-Auswertungen, Screenern und Live-Marktdaten bekommen können. Das soll vor allem Trader:innen ansprechen, die regelmäßig in größerem Stil Wertpapiere kaufen und verkaufen, weniger die klassischen Anleger:innen, die vor allem im Rahmen von Sparplänen und Einzelkäufen vorsorgen.Anzeige

Beide Maßnahmen machen die Plattform Trade Republic, die nach eigenen Angaben inzwischen mehr als 10 Millionen Kund:innen hat, attraktiver. Denn insbesondere der Zugang zu Tools und Marktinfrastruktur war in der Vergangenheit eher institutionellen Investor:innen vorbehalten. Indem der Neobroker hier Fakten schafft, dürfte es nicht allzu lange dauern, bis die Konkurrenz nachzieht. Die Neobroker dürften damit einen Schritt weiter an spezielle Trading-Plattformen für Vielnutzer:innen heranrücken.