PfadnavigationHomePolitikDeutschlandForderung nach Sofortprogramm„Gefährliche Hitze“ – Grünen-Politikerin Dröge wirft Merz Untätigkeit vorVeröffentlicht am 30.06.2026Lesedauer: 2 MinutenDröge fordert, angesichts der aktuellen Hitzewelle Maßnahmen zu ergreifenQuelle: Hendrik Schmidt/dpaDie Hitze des vergangenen Wochenendes habe vielen Menschen das Leben gekostet, sagt Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge. Sie wirft Friedrich Merz vor, aus dem „klimatisierten Kanzleramt heraus“ die Lage zu ignorieren.Die Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge hat der Bundesregierung Untätigkeit beim Thema Hitze vorgeworfen. „Deutschland hat am Wochenende unter einer gefährlichen Hitze gelitten. Dass die Folgen nicht noch schlimmer waren, lag nur am großartigen Einsatz vieler Pflege- und Rettungskräfte, die über das Limit gearbeitet haben“, sagte Dröge der Nachrichtenagentur dpa. Trotzdem werde die Hitze des letzten Wochenendes viele Menschenleben gekostet haben.Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) halte es nicht einmal für notwendig, sich dazu zu äußern. „Das ist beeindruckend empathielos“, betonte Dröge. Schlimmer sei noch, dass er nicht handle. Der Koalitionsausschuss müsse sich damit beschäftigen, wie ältere Menschen und Kinder künftig besser vor Hitzewellen geschützt werden. „Es ist fahrlässig, wenn die Bundesregierung versucht, sich aus der Verantwortung zu stehlen“, kritisierte die Grünen-Politikerin.Lesen Sie auch„Friedrich Merz kann vielleicht aus dem klimatisierten Kanzleramt heraus die Hitze ignorieren, aber die Pflegekräfte in den Krankenhäusern, die können das nicht“, sagte Dröge zudem im ARD-„Morgenmagazin“. „Die müssen bei brüllender Hitze arbeiten und die alten Menschen in den Senioreneinrichtungen (…) leiden darunter, dass es keine Klimaanlagen gibt.“„In 20 Jahren werden wir diese Sommer als kalt empfunden haben“Dröge hatte am Wochenende angesichts der Hitzewelle ein Abkühl-Sofortprogramm gefordert, um Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Kitas und Schulen zu klimatisieren. In der „Bild am Sonntag“ schlug sie die Förderung von „Klima-Solar-Anlagen“ vor, also von Klimaanlagen, die mit Solarstrom betrieben werden. „Wir haben im Sommer die Situation, dass die Solaranlagen so viel extrem günstigen Strom produzieren, und deswegen sagen wir auch Klimaanlage in Kombination mit einer Solaranlage, dass das wirklich machbar wird“, erläuterte sie. Lesen Sie auchZugleich müssten in den Städten dringend mehr Bäume gepflanzt werden. „Ein Baum alleine ersetzt mehrere Klimaanlagen.“ Bäume, Fassadenbegrünung, Sträucher in den Städten könnten die Luft runterkühlen. Hitzerekorde seien jetzt schon Realität. „Darauf muss man sich einstellen. Wir sind jetzt schon so weit fortgeschritten mit der Klimakrise, dass das nicht mehr zu verhindern ist. Und gleichzeitig, wenn wir jetzt nicht Klimaschutz machen, dann werden wir in 20 Jahren diese Sommer als kalt empfunden haben“, fügte sie hinzu.Lesen Sie auchAußerdem brauche es einen Stopp der Gesetze von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche. „Denn diese wirken wie ein Brandbeschleuniger für die Klimakrise“, sagte Dröge in Bezug auf Reformvorhaben der CDU-Politikerin, bei denen Kritiker vor einem Ausbremsen des Ausbaus der erneuerbaren Energien warnen.dpa/shem
„Gefährliche Hitze“ – Grünen-Politikerin Dröge wirft Merz Untätigkeit vor - WELT
Die Hitze des vergangenen Wochenendes habe vielen Menschen das Leben gekostet, sagt Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge. Sie wirft Friedrich Merz vor, aus dem „klimatisierten Kanzleramt heraus“ die Lage zu ignorieren.














