Außerdem geht es um die Frage, warum es in der Tiefsee dunkel ist. Hier können Sie die Folge direkt hören:Abonnieren Sie den Podcast unter anderem bei Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music oder direkt per RSS-Feed.Hier bekommen Sie schon einen kurzen Einblick in den Inhalt der Folge:In der aktuellen Folge von „Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ geht es um die Frage, ob sich Psychopathie im Gehirn erkennen lässt. Zu Gast ist der Neurowissenschaftler Dr. Pieperhoff vom Institut für Neurowissenschaften und Medizin am Forschungszentrum Jülich. Im Gespräch erklärt er, wie Psychopathie in der Forschung überhaupt definiert und gemessen wird – und welche Unterschiede sich in bildgebenden Verfahren wie MRT-Scans zeigen können.Psychopathie ist ein Bündel aus EigenschaftenPsychopathie beschreibt keine einzelne Krankheit oder klar abgrenzbare Eigenschaft. Stattdessen handelt es sich um eine Kombination verschiedener Persönlichkeitsmerkmale.Fachleute unterscheiden dabei zwei zentrale Bereiche: Zum einen zwischenmenschliche und emotionale Eigenschaften wie Empathielosigkeit, oberflächlicher Charme oder fehlendes Schuldbewusstsein. Zum anderen gehören dazu Verhaltensweisen wie Impulsivität, geringe Selbstkontrolle und antisoziales Verhalten.Entscheidend ist nicht ein einzelnes Merkmal, sondern das Zusammenspiel – und wie stark diese Eigenschaften ausgeprägt sind. In der Forschung wird das mithilfe standardisierter Skalen erfasst, die mehrere Kriterien zusammenführen.Hinweise auf Unterschiede im GehirnDie Neurowissenschaft hat sich in den vergangenen Jahren intensiv mit der Frage beschäftigt, ob sich Psychopathie im Gehirn erkennen lässt. Studien mit bildgebenden Verfahren wie MRT zeigen dabei tatsächlich Unterschiede zwischen Menschen mit ausgeprägten psychopathischen Merkmalen und Kontrollgruppen.Ein Ergebnis: Die Gehirne der untersuchten Personen sind im Durchschnitt etwas kleiner, vor allem in der Großhirnrinde. Diese äußere Schicht des Gehirns ist unter anderem für komplexe kognitive Prozesse zuständig.Allerdings bleibt unklar, wo genau diese Unterschiede liegen. Anders als bei manchen neurologischen Erkrankungen gibt es keine klar abgegrenzte Region, die als „Psychopathie-Zentrum“ bezeichnet werden könnte. Stattdessen zeigen sich sehr unterschiedliche Muster von Person zu Person.Diese Vielfalt deutet darauf hin, dass Psychopathie nicht auf eine einzelne Ursache im Gehirn zurückgeführt werden kann, sondern auf komplexe Entwicklungsprozesse.Gene, Umwelt und Entwicklung greifen ineinanderSo deutlich Unterschiede im Gehirn auch sein mögen – sie erklären nicht allein, warum Menschen sich auf eine bestimmte Weise verhalten.Forschungsergebnisse zeigen, dass psychopathische Merkmale bereits in jungen Jahren auftreten können. Gleichzeitig besteht in dieser Phase noch die Möglichkeit, Einfluss zu nehmen, etwa durch soziale Umgebung, Erziehung oder therapeutische Intervention.Das Verhalten eines Menschen entsteht also nicht nur aus biologischen Voraussetzungen, sondern im Zusammenspiel mit Erfahrungen und Umfeld. Ob sich bestimmte Persönlichkeitszüge tatsächlich problematisch entwickeln, hängt von vielen Faktoren ab.Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI aus dem Transkript unseres Wissenschaftspodcasts erstellt.„Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ ist der Wissenschafts-Podcast von WELT. Darin klären wir, was es mit weitverbreiteten Mythen auf sich hat. Und welche Sie davon wirklich glauben können. Lindert ein Konterbier den Kater? Und härtet kaltes Duschen ab? Was stimmt wirklich – und was nicht? Wir gehen außerdem psychologischen Phänomenen auf den Grund: Der Angst, etwas zu verpassen zum Beispiel. Oder der Frage: Warum wir im Schlaf reden? Um all diese Fragen zu beantworten, sprechen wir mit Expertinnen und Experten, die uns helfen, die Welt noch besser zu verstehen. Faktenbasiert und auf dem aktuellen Stand der Forschung – und das alles in nur zehn Minuten. „Aha! Zehn Minuten Alltags-Wissen“ erscheint immer dienstags, mittwochs und donnerstags ab 5 Uhr. Wir freuen uns über Feedback an wissen@welt.de.