Außerdem geht es in dieser Folge um die Frage: Hart oder weich – worauf schläft man gesünder?Hier können Sie die Folge direkt hören:Abonnieren Sie den Podcast unter anderem bei Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music oder direkt per RSS-Feed.Hier bekommen Sie schon einen kurzen Einblick in den Inhalt der Folge:True Crime boomt – ob als Podcast, Serie oder Dokumentation. In dieser Folge von „Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ geht es darum, warum sich so viele Menschen von echten Verbrechen angezogen fühlen und weshalb das Interesse bei Frauen oft besonders ausgeprägt ist. Welche psychologischen Mechanismen dahinterstecken, welche Rolle Motive wie Verstehen, Kontrolle und der Umgang mit Angst spielen – und wann der Konsum problematisch werden kann. Zu Gast ist die Psychologin Corinna Perchtold-Stefan von der Karl-Franzens-Universität Graz.Warum uns Verbrechen fesselnDie Faszination für True Crime hat tiefe psychologische und evolutionäre Wurzeln. Menschen setzen sich mit potenziellen Gefahren auseinander, um besser auf sie vorbereitet zu sein. Das gedankliche Durchspielen von Bedrohungsszenarien kann helfen, Risiken einzuschätzen und Strategien zu entwickeln, um sich zu schützen.Ein zentrales Motiv ist dabei der Wunsch, die Welt besser zu verstehen. Gerade bei extremen oder schwer erklärbaren Taten versuchen viele, Muster zu erkennen und Zusammenhänge herzustellen. Dieses Bedürfnis nach Orientierung, Kontrolle und Vorhersagbarkeit spielt eine wichtige Rolle – selbst dann, wenn die Inhalte unangenehme Gefühle auslösen.Warum besonders viele Frauen True Crime hörenStudien zeigen, dass Frauen im Durchschnitt häufiger True-Crime-Formate konsumieren als Männer. Ein möglicher Grund liegt in unterschiedlichen Interessen und Perspektiven: Während Männer sich eher für fiktionale Gewaltformate wie Horror interessieren, steht bei Frauen häufiger das Verstehen realer Hintergründe im Vordergrund.Hinzu kommt ein struktureller Faktor: Frauen sind statistisch häufiger von bestimmten Formen von Gewalt betroffen – insbesondere von sexualisierter und partnerschaftlicher Gewalt. True Crime greift oft genau solche Fälle oft auf. Der Konsum kann daher auch dazu dienen, Risiken besser einschätzen zu lernen und ein Gefühl von Kontrolle im Umgang mit potenziellen Gefahren zu entwickeln.Gleichzeitig spielen emotionale und soziale Aspekte eine Rolle. Viele Frauen interessieren sich stärker für zwischenmenschliche Dynamiken, Opferperspektiven und die Frage nach dem „Warum“. True Crime verbindet diese Elemente mit Spannung und schafft so einen Rahmen, um sich auch mit eigenen Ängsten auseinanderzusetzen.Zwischen Faszination und ÜberforderungTrue Crime kann wie eine Art mentales Training wirken: In einem sicheren Rahmen setzen sich Menschen mit bedrohlichen Szenarien auseinander und lernen, damit umzugehen. Dieses Prinzip wird auch als kontrollierte Konfrontation beschrieben und kann die emotionale Selbstregulation stärken.Entscheidend ist jedoch, wie viel und welche Inhalte konsumiert werden. Für die meisten Menschen ist True Crime unproblematisch. Wenn die Geschichten jedoch nachwirken, Angst verstärken oder das Vertrauen in die Umwelt beeinträchtigen, kann es sinnvoll sein, den Konsum zu reduzieren. Wie stark diese Effekte sind, hängt vor allem von der individuellen Wahrnehmung und Verarbeitung ab.Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI aus dem Transkript unseres Wissenschaftspodcasts erstellt.„Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ ist der Wissenschafts-Podcast von WELT. Darin klären wir, was es mit weitverbreiteten Mythen auf sich hat. Und welche Sie davon wirklich glauben können. Lindert ein Konterbier den Kater? Und härtet kaltes Duschen ab? Was stimmt wirklich – und was nicht? Wir gehen außerdem psychologischen Phänomenen auf den Grund: Der Angst, etwas zu verpassen zum Beispiel. Oder der Frage: Warum wir im Schlaf reden? Um all diese Fragen zu beantworten, sprechen wir mit Expertinnen und Experten, die uns helfen, die Welt noch besser zu verstehen. Faktenbasiert und auf dem aktuellen Stand der Forschung – und das alles in nur zehn Minuten. „Aha! Zehn Minuten Alltags-Wissen“ erscheint immer dienstags, mittwochs und donnerstags ab 5 Uhr. Wir freuen uns über Feedback an wissen@welt.de.