PfadnavigationHomeSportFußballWMNationalmannschaft„Ist nie in den Medien erschienen“ – Matthäus enthüllt Streitigkeiten hinter KulissenStand: 08:32 UhrLesedauer: 3 MinutenDie deutsche Nationalmannschaft verliert im Sechzehntelfinale gegen Paraguay. Im Elfmeterschießen versagen gleich drei Spielern die Nerven. Die Entscheidung im Video.Die deutsche Nationalmannschaft scheitert im Sechzehntelfinale der WM, nach der Schmach gegen Paraguay beginnt die Aufarbeitung. Experte Lothar Matthäus gibt Einblicke in das Innenleben des Teams. Für den Bundestrainer sieht er zudem keine Zukunft.Der deutsche Rekordnationalspieler Lothar Matthäus rechnet nach dem frühen Aus bei der WM mit einem Abschied von Julian Nagelsmann und einem neuen Bundestrainer für die Nationalmannschaft. „Ich glaube, dass es nach dieser Weltmeisterschaft mit einem neuen Trainer weitergehen muss. Das war einfach zu viel. Es gibt wahrscheinlich einiges aufzuarbeiten, auf dem Platz, außerhalb des Platzes“, sagte Matthäus der „Bild“. Insbesondere die Freizeitgestaltung des deutschen Trosses außerhalb des Platzes missfiel Matthäus – und erinnerte ihn an die Gründe, die mit zum deutschen Debakel bei der WM 1994 geführt hatten. Das Aus im Viertelfinale gegen Bulgarien galt bis dahin im deutschen Fußball als die Mutter aller Nationalmannschafts-Niederlagen. „Wir haben ja viele Sachen schon mitbekommen: Wieder mit Frauen und Familien, alles dabei. Das kenne ich von 1994 her (Matthäus war damals bei der WM Kapitän, die Redaktion). Und ich weiß nicht, warum man da auch jetzt schon wieder von Anfang an die ganzen Familienmitglieder dabei haben muss – beim ersten Spiel, beim zweiten Spiel, beim dritten Spiel“, monierte Matthäus. Lesen Sie auchWieder sei es, wie schon bei der völlig vermurksten WM 1994, „um Reisemöglichkeiten, um Hotelbuchungen gegangen. War doch alles ein Thema in der Mannschaft. Ist nie in den Medien erschienen in den letzten zwei Wochen. Aber ich weiß, dass es ein Thema war und der eine dann sauer war auf den anderen, weil bei einem die Mama mitfliegen durfte, beim anderen durfte die Frau mitfliegen, dann durften die Kinder mitfliegen und die anderen mussten dann mit der Linienmaschine fliegen“. Matthäus berichtete in der Sendung der „Bild“ („Lothar legt los“), es habe hinter den Kulissen „viel Unruhe gegeben, die nicht rübergekommen ist“. Es sei einfach „nicht der Fokus auf diese WM gelegt worden, sondern es war auch immer der freie Familientag und noch ein freier Familientag. Die waren keine zwei Wochen in Amerika und schon waren wieder die ganzen Familien dabei“.Lesen Sie auchSeiner Ansicht nach „können die einfliegen im Viertelfinale, wenn die Mannschaft was geleistet hat“. Die Lehre aus den Fehlern, die schon 1994 unter Bundestrainer Berti Vogts gemacht wurden, als die Familienzusammenführungen die Vorbereitung gestört hatten, sei nicht gezogen worden: „Das ist, was wir in Dokus gesehen haben von ’94. Das war ja jetzt in diesem Fall nicht viel anders, als es 1994 war. Viele Themen, die vielleicht wichtiger waren, als das eigentliche Thema auf dem Fußballplatz.“Kimmich hat sich nicht wohlgefühlt, analysiert MatthäusMatthäus kritisierte auch die Leistung im Sechzehntelfinale gegen Paraguay, das Deutschland 3:4 im Elfmeterschießen verlor, empfand er aber nicht als Einzelfall. „Ein Spiel kann immer passieren. Aber wir haben ja schon gegen Ecuador katastrophal gespielt“, sagte der 65-Jährige. „Wenn man das Gesamte sieht: Ich bin nicht traurig. Ich bin überrascht, dass man gegen eine so schwache Mannschaft ausscheiden kann. Aber ich bin nicht traurig aufgrund der gezeigten Leistung.“Nagelsmann hatte die DFB-Auswahl im September 2023 als Nachfolger von Hansi Flick übernommen. Bei der Heim-EM war im Viertelfinale Schluss. Die Niederlage gegen Paraguay war Nagelsmanns 37. Länderspiel als Bundestrainer. In Schutz nahm Matthäus Kapitän Joshua Kimmich. „Er ist ja einer, der führen will, das zeigt er auch bei Bayern München. Du musst ihn halt auf die richtige Position stellen. Ich glaube nicht, dass er sich hinten rechts wohlgefühlt hat“, sagte Matthäus. „Er ist für mich nach wie vor ein Spieler, der auch in den nächsten Jahren bei der Nationalmannschaft dabei sein wird.“pk
WM 2026: „Nie in Medien erschienen“ – Matthäus enthüllt Streitigkeiten bei Nationalmannschaft - WELT
Die deutsche Nationalmannschaft scheitert im Sechzehntelfinale der WM, nach der Schmach gegen Paraguay beginnt die Aufarbeitung. Experte Lothar Matthäus gibt Einblicke in das Innenleben des Teams. Für den Bundestrainer sieht er zudem keine Zukunft.















