PfadnavigationHomeSportFußballWMDrama im ElfmeterschießenTah trat an, weil sich die anderen deutschen Spieler wegducktenVon Christian Falk, Heiko NieddererVeröffentlicht am 01.07.2026Lesedauer: 2 MinutenDie deutsche Nationalmannschaft verliert im Sechzehntelfinale gegen Paraguay. Im Elfmeterschießen versagen gleich drei Spielern die Nerven. Die Highlights im Video.Die Blamage der DFB-Elf gegen Paraguay wird im Elfmeterschießen besiegelt. Drei von sechs deutschen Spielern scheitern vom Punkt – auch weil andere keine Verantwortung übernehmen wollen.Mit dem 4:5 nach Elfmeterschießen gegen Paraguay ist die deutsche Fußball-Nationalelf bereits zum Auftakt der K.-o.-Runde bei der Weltmeisterschaft ausgeschieden. Die Blamage wäre schon während der 120 Minuten vermeidbar gewesen – spätestens aber im Elfmeterschießen. Nach WELT-Informationen lief aber schon bei der Auswahl der Schützen längst nicht alles problemlos ab. Nicht alle Spieler wollten Verantwortung übernehmen.Knackpunkt war der sechste Schuss: Weil es nach den ersten fünf Ausführungen jedes Teams 3:3 stand, ging es im Elfmeterschießen in den Sudden-Death-Modus. Bayern-Verteidiger Jonathan Tah trat an, jagte den Ball über den linken Winkel. Kurios: Es war der erste Elfmeter in seiner schon 13 Jahre andauernden Profikarriere.Warum übernahm der 30-jährige Tah überhaupt die Verantwortung und ging zum Punkt? Es soll intern zuvor Schwierigkeiten gegeben haben, einen sechsten Schützen zu finden: Tah stellte sich als Erster dem hohen Druck, weil andere DFB-Stars gezögert und sich damit weggeduckt haben sollen. Auf dem Platz befunden hatten sich zu diesem Zeitpunkt noch Leon Goretzka, Waldemar Anton, Nathaniel Brown, Malick Thiaw und Torwart Manuel Neuer. Angetreten waren nach Nagelsmann-Auswahl zuvor bereits Kai Havertz (verschossen), Kapitän Joshua Kimmich (verwandelt), Jamal Musiala (verwandelt), Nick Woltemade (verschossen) und Nadiem Amiri (verwandelt).Erinnerungen an das „Finale Dahoam“Tah wurde zur tragischen Figur des Abends. In der Verlängerung war sein vermeintliches Kopfball-Siegtor wegen eines umstrittenen Anton-Fouls an Paraguay-Keeper Orlando Gill nach VAR-Ansicht zurückgenommen worden.Dass sich im Elfmeterschießen nicht genügend Profis fanden, die voller Selbstbewusstsein zum Punkt schreiten wollten, erinnert an Bayerns „Finale dahoam“ 2012. Beim verlorenen Champions-League-Endspiel im eigenen Stadion gegen Chelsea hatten sich ebenfalls zahlreiche Profis weggeduckt, sodass Keeper Neuer (erfolgreich) beim dritten Schuss angetreten war. Bastian Schweinsteiger war schließlich mit dem fünften Elfmeter an Petr Cech gescheitert.Lesen Sie auchNun wiederholte sich das Drama in ähnlicher Form in Boston. Nicht erst im Elfmeterschießen gegen Paraguay zeigte sich, dass der Mannschaft die hundertprozentige Sieger-Mentalität fehlte.
WM 2026: Tah musste – wie sich deutsche Spieler bei Elfmeterschießen wegduckten - WELT
Die Blamage der DFB-Elf gegen Paraguay wird im Elfmeterschießen besiegelt. Drei von sechs deutschen Spielern scheitern vom Punkt – auch weil andere keine Verantwortung übernehmen wollen.















