Die obersten US-Richter hatten bereits signalisiert, dass sie dem Antrag der Trump-Regierung auf Aufhebung der Entscheidung einer unteren Instanz wohl nicht stattgeben würden. Dieses Urteil hatte Trump daran gehindert, Cook noch während ihrer laufenden Klage sofort zu entlassen.Bereits vorher Skepsis gezeigtDie Richter hatten bereits in einer mündlichen Verhandlung im Januar Skepsis mit Blick auf das Vorgehen Trumps anklingen lassen. Der Ausgang des Rechtsstreits war von den Finanzmärkten mit großer Spannung erwartet worden, da Investoren die Unabhängigkeit der Notenbank als hohes Gut ansehen.
Trump hatte im vergangenen Sommer mitgeteilt, Cook mit sofortiger Wirkung aus ihrem Amt im Vorstand zu entlassen. Seine Begründung: Es gebe hinreichende Gründe für die Annahme, dass sie in einem oder mehreren Hypothekenverträgen falsche Angaben gemacht habe. Cook hatte daraufhin über ihre Anwälte rechtliche Schritte angekündigt. Trump dürfe sie gar nicht abberufen, argumentierte Cook. Die Vorwürfe stritt sie ab.Cook sagte weiter, dass auch, wenn sie unwissentlich falsche Angaben gemacht haben sollte, dies Jahre vor dem Amtsantritt bei der Aufnahme einer privaten Hypothek geschehen sei.
Das Verfahren galt als Testfall, wie weit die Richter bereit sind zu gehen, um die Unabhängigkeit der Zentralbank zu wahren. Es war das erste Mal in der Geschichte der Notenbank, dass ein US-Präsident versucht, ein Mitglied des unabhängigen Fed-Direktoriums zu entlassen.Trump versucht seit Monaten, die Unabhängigkeit der Notenbank auszuhebeln. Mehr darüber lesen Sie hier.














