Der Oberste US-Gerichtshof hat den umstrittenen Vorstoß von US-Präsident Donald Trump zur Entlassung von Notenbankdirektorin Lisa Cook gestoppt. Die Richter blockierten am Montag die im August 2025 von Trump ausgesprochene Kündigung. Die Entscheidung fiel mit fünf zu vier Stimmen knapp aus.Somit kann Cook vorerst im Amt bleiben. Das Gerichtsverfahren rund um ihre Personalie läuft in unterer Instanz weiter.Die Richter hatten bereits in einer mündlichen Verhandlung im Januar Skepsis mit Blick auf das Vorgehen Trumps anklingen lassen. Der Ausgang des Rechtsstreits war von den Finanzmärkten mit großer Spannung erwartet worden, da Investoren die Unabhängigkeit der Notenbank als hohes Gut ansehen. Das Gerichtsverfahren rund um Cooks Personalie läuft in unterer Instanz weiter. (Archivbild) © Mark Schiefelbein/AP/dpa Das Verfahren galt als Testfall, wie weit die Richter zu gehen bereit sind, um die Unabhängigkeit der Zentralbank zu wahren. Es war das erste Mal in der Geschichte der US-Notenbank Fed, dass ein US-Präsident versucht, ein Mitglied des von politischen Weisungen unabhängigen Fed-Direktoriums zu entlassen. Auslöser des Rechtsstreits war eine private Hypothek Trump hatte im vergangenen Sommer mitgeteilt, Cook mit sofortiger Wirkung aus ihrem Amt im Vorstand zu entlassen. Seine Begründung: Es gebe hinreichende Gründe für die Annahme, dass sie in einem oder mehreren Hypothekenverträgen falsche Angaben gemacht habe.Cook hatte daraufhin über ihre Anwälte rechtliche Schritte angekündigt. Trump dürfe sie gar nicht abberufen, argumentierte Cook. Die Vorwürfe stritt sie ab.Cook sagte weiter, dass auch, wenn sie unwissentlich falsche Angaben gemacht haben sollte, dies Jahre vor dem Amtsantritt bei der Aufnahme einer privaten Hypothek geschehen sei. (dpa/Reuters)