Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa und SID.Hier geht es zum Spielplan, hier zum deutschen Kader, hier zu einer Übersicht über die Spielorte und Stadien, hier zu einem Überblick über alle WM-Teilnehmer und hier zur Schwerpunktseite zur WM mit allen Texten der SZ.Alle Nachrichten und SZ-Geschichten zur WM erhalten Sie auch zweimal täglich mit unseren Newslettern „SZ am Morgen“ und „SZ am Abend“. Hier können Sie sich dafür anmelden.Wichtige UpdatesNagelsmann: Bei Niederlage gegen Paraguay ist „alles shit"Kanada steht als erstes Team im AchtelfinaleSüdkoreas Trainer tritt zurückStefan Reuter im SZ-InterviewMessis nächster RekordNagelsmanns Gretchenfrage – das war die Nacht Julian Nagelsmann mag es, Dinge anders zu machen als andere Trainer. So hat er zum Beispiel bei der Europameisterschaft in Deutschland, aber nicht nur dort, auf den für Nationaltrainer (und einen Spieler) verpflichtenden Pressekonferenzen oft schon Teile seiner Aufstellung verraten. Andere Trainer vermeiden das, weil es dem Gegner ja nützliche Informationen gibt, aber Nagelsmann war sich seiner Sache so sicher, dass er ab und an gern mal erzählte, wer denn nun Linksaußen spielt. Auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Paraguay (22.30 Uhr) in Boston legte sich Nagelsmann mit genau dem Argument, er wolle dem Gegner nichts verraten, nicht fest. Aber er sagte den Satz: „Es gibt taktische Überlegungen, ein bissl was zu ändern.“ Das ließ insofern aufhorchen, als dass er in vorherigen Medienrunden stets betonte, er sehe keinen Anlass, etwas zu ändern. Wandert nun Joshua Kimmich doch ins Mittelfeld, wie es Nagelsmann mittlerweile eine wachsende Anzahl an Experten öffentlich empfiehlt? Unsere Reporter Philipp Schneider und Philipp Selldorf haben sich mit der Frage beschäftigt.Brasilianer vor Japan-Duell gewarntRekordweltmeister Brasilien lehnt die Favoritenrolle im Sechzehntelfinale gegen Japan ab. Es wäre „völlig falsch“, die japanische Mannschaft auch nur im Geringsten zu unterschätzen, sagte Kapitän Marquinhos vor dem K.-o.-Spiel heute (19.00 Uhr/ZDF und Magenta TV) in Houston. „Sie hat sich mit starken Gegnern gemessen und in den vergangenen Spielen bewiesen, dass sie mit den ganz Großen mithalten kann.“ Gefragt worden war der Abwehrspieler von Paris Saint-Germain, ob er in Prozenten ausdrücken könne, wie groß der Vorteil der Brasilianer sei. „Ich denke, es ist Ihre Aufgabe als Journalisten, solche Wahrscheinlichkeiten oder Prozentzahlen einzuschätzen“, sagte Marquinhos laut offizieller Übersetzung. „Wir sind jetzt seit fast einem Monat hier bei der Weltmeisterschaft. Wir respektieren jeden Gegner.“ Brasilien hatte in der Gruppenphase 1:1 gegen Marokko gespielt und gegen Haiti (3:0) und Schottland (3:0) gewonnen. „Ich glaube, dass der Fußball inzwischen deutlich ausgeglichener geworden ist“, sagte Marquinhos. Das sei auch bei vergangenen Weltmeisterschaften zu sehen gewesen. „Viele große Nationalmannschaften sind gegen Teams ausgeschieden, die vorher vielleicht nicht zur absoluten Weltspitze gezählt wurden.“ Oranje mit Respekt vor Marokko - Gakpo dabeiDie Niederlande gehen mit viel Respekt in das erste K.-o.-Spiel gegen Marokko, wollen das Sechzehntelfinale aber auch für Angreifer Cody Gakpo gewinnen. Der Stürmer vom FC Liverpool hatte am Samstag öffentlich gemacht, dass er und seine Freundin ihren gemeinsamen Sohn noch vor der Geburt verloren haben. Dennoch wird Gakpo in der Partie im mexikanischen Monterrey am Dienstag (3 Uhr MEZ) dabei sein.„Es war eine sehr traurige Nachricht. Wir haben das getan, was in unserer Macht stand, um ihn zu unterstützen", sagte Bondscoach Ronald Koeman. Er habe großen Respekt davor, dass Gakpo bei der Mannschaft geblieben sei. „Das zeigt, was ihm die Elftal bedeutet." Gegen Marokko wird Gakpo, der in den drei Gruppenspielen zwei Treffer erzielte, wieder von Anfang an spielen. Die Niederländer sind sich bewusst, dass in Marokko der bislang stärkste Gegner bei dieser WM auf sie wartet.„Es wird ein herausforderndes Spiel unter herausfordernden Bedingungen. Aber ich freue mich darauf. Das sind die Spiele, bei denen du dabei sein willst. Auf geht's", sagte Kapitän Virgil van Dijk. Marokko erreichte beim Turnier in Katar vor vier Jahren als erster afrikanisches Team überhaupt ein WM-Halbfinale.Havertz verspricht WM-„Startschuss" mit Wirtz und Musiala Fußball-Nationalspieler Kai Havertz sieht sich und seine Offensivkollegen Jamal Musiala und Florian Wirtz zum Start in die K.-o.-Phase der Fußball-WM besonders in der Pflicht stehend. Das Trio ist gefordert, den viermaligen Weltmeister Deutschland heute (22.30 Uhr/ZDF und MagentaTV) gegen Paraguay ins Achtelfinale zu schießen. „Wir gehen in das Spiel rein mit der vollsten Überzeugung. Ich bin davon überzeugt, dass wir einen Startschuss geben, um offensiv erfolgreich zu sein", versprach Havertz (27) auch stellvertretend für die jeweils 23 Jahre alten Musiala und Wirtz.„Wir sprechen viel darüber, was besser laufen kann, was wir besser machen müssen. Dass wir drei da vorn unser volles Potenzial noch nicht zu hundert Prozent ausgeschöpft haben, das wissen wir selbst", sagte der mit 24 Länderspieltoren erfolgreichste Akteur im WM-Kader. „Da packen wir uns auch selbst an die Nase", fügte Havertz hinzu. Der 61-malige Nationalspieler hatte zum Auftakt beim 7:1 gegen Curaçao doppelt getroffen, Musiala einmal. Bei Wirtz stehen zwei Torvorlagen zu Buche. Deniz Undav, der wohl auch gegen Paraguay wieder von der Bank kommen soll, kommt dagegen als Joker alleine auf drei Tore und zwei Assists.Havertz äußerte sich auch zu der rasant zunehmenden Kritik der vielen Fußball-Experten in der Heimat: „Es ist generell einfach, auf uns von außen einzuhauen. Das interessiert mich null.» Dass jetzt auch Englands Stürmer-Legende und TV-Kritiker Gary Lineker die deutsche Elf herabwürdigte, kommentierte der in England spielende Arsenal-Profi spitz. „Wir haben schon viele Experten in unserem eigenen Land." Da wolle er nicht auch noch über Experten-Meinungen anderer nachdenken müssen. Havertz warb zudem um mehr Geduld für Musiala, Wirtz und sich. Man kenne sich zwar jetzt lange in der DFB-Elf. „Aber natürlich dauert es eine kleine Zeit, wenn jeder aus seinem Verein zur Nationalmannschaft kommt, weil man andere Mitspieler gewohnt ist und sich erst umstellen muss", sagte der Arsenal-Profi.Nagelsmann: Bei Niederlage gegen Paraguay ist „alles shit"Julian Nagelsmann ist sich der großen Bedeutung des K.-o.-Spiels der Fußball-Nationalmannschaft gegen Paraguay bewusst. „Im Fußball geht es nur ums Gewinnen. Wenn du gewinnst, ist alles perfekt. Wenn du verlierst, ist alles shit. Also müssen wir gewinnen", sagte der Bundestrainer bei der Pressekonferenz vor der Partie der WM-Zwischenrunde heute (22.30 Uhr/ZDF und MagentaTV) in Foxborough auf die Frage eines brasilianischen Journalisten auf Englisch.Die DFB-Elf hat bei der ersten WM mit 48 Teams erstmals seit dem Titelgewinn 2014 in Brasilien wieder die Gruppenphase überstanden. Dennoch gab es nach dem enttäuschenden 1:2 gegen Ecuador viel Kritik an der Spielweise und der Einstellung. Nagelsmann will die Kommentare von außen nun möglichst ausblenden. „Ich habe nicht das Gefühl, dass ich irgendeine Beweispflicht habe gegenüber anderen als Bundestrainer.“Julian Nagelsmann„Wir freuen uns, wenn alle Fans uns unterstützen. Wir freuen uns auch, wenn die Experten, die Kritiker, nach dem Spiel sagen, es war gut. Aber in erster Linie geht es darum, dass wir uns so präparieren, dass wir in der Lage sind, ein gutes Spiel zu machen", sagte der 38-Jährige. Seit dem Turnierbeginn gibt es immer wieder viele Ratschläge von Experten wie Jürgen Klopp, Thomas Müller oder Lothar Matthäus. Im Besonderen ging es um die Rolle von Kapitän Joshua Kimmich als rechter Verteidiger oder einen möglichen Startelfeinsatz von Topstürmer Deniz Undav, der als Joker bislang dreimal traf. „Tatsächlich geht es mir nur um die Mannschaft und unseren Erfolg", versicherte der Bundestrainer. Auf die Frage, was die Kritik mit ihm selbst mache, antwortete er: „Das ist, glaube ich, wie bei jedem Menschen. Die Frage können Sie sich selbst beantworten. Und dann, glaube ich, ist dazu alles gesagt."Seine Personalplanungen für das Paraguay-Spiel ließ Nagelsmann im Unklaren. Gerechnet wird mit einer Rückkehr des zuletzt angeschlagenen Nathaniel Brown als linker Außenverteidiger. Gegen Ecuador hatte ihn David Raum vertreten und eine schlechte Leistung gezeigt. „Am Ende müssen wir in der Kommunikation mit den Spielern und mit dem Trainerteam natürlich die Entscheidung treffen. Das werden wir auch tun. Es gibt taktische Überlegungen, ein bisschen was zu verändern, wie ich auch in die andere Richtung diskutiere, es alles identisch zu lassen, was die erste Elf angeht", sagte Nagelsmann.Auch Stefan Reuter, Rechtsverteidiger der Weltmeistermannschaft von 1990, hat Ideen zu der Aufstellung der Nationalmannschaft:Der Kapitän verrät: So will Paraguay gegen DFB-Elf auftreten Paraguays Kapitän Gustavo Gómez hat für das WM-Sechzehntelfinale gegen Deutschland einen kampfbetonten Auftritt angekündigt. „In den drei Spielen - unabhängig von den Ergebnissen - haben wir gezeigt, dass wir gut kämpfen können", sagte der 33-Jährige. „Das wird morgen nicht anders sein. Das ist unsere Identität."Paraguay qualifizierte sich als einer der acht besten Gruppendritten für das Sechzehntelfinale gegen das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann an diesem Montag (22.30 Uhr/ZDF und MagentaTV) in Foxborough bei Boston. Nach dem 1:4 zum Auftakt gegen Co-Gastgeber USA blieb die Mannschaft von Coach Gustavo Alfaro zweimal ohne Gegentreffer - beim 1:0-Sieg gegen die Türkei sogar trotz langer Unterzahl. Die Abwehr ist klar die Stärke der Südamerikaner. Ancelotti lässt Neymar-Frage praktisch unbeantwortet Brasiliens Nationaltrainer Carlo Ancelotti hat seinen Plan mit Starspieler Neymar für das Sechszehntelfinale gegen Japan nicht verraten. Neymar sei körperlich so weit, auch länger als nur 15 Minuten spielen zu können, sagte der Italiener am Tag vor dem K.-o.-Spiel am Montag (19 Uhr/ZDF und Magenta TV). „Letztlich wird das aber vom Spielverlauf und der Situation abhängen, die uns im morgigen Spiel erwartet."Neymar, immer noch der teuerste Fußballer der Welt, hatte die ersten beiden Gruppenspiele des Rekordweltmeisters wegen einer Wadenblessur verpasst. Gegen Schottland (3:0) war er in der 75. Minute eingewechselt worden – unter großem Jubel der brasilianischen Fans im Stadion. Obwohl die Seleção um Vinícius Júnior längst neue Stars aufbietet, gehören dem 34-Jährigen noch die Herzen der Brasilianer. Zu welchen Leistungen er noch imstande ist, ist Beobachtern zufolge unklar. Kanada steht als erstes Team im AchtelfinaleUnd der erste Achtelfinalist lautet: Kanada! In einem Spiel, das laut SZ-Reporter Jürgen Schmieder eher den Namen "Ballgeschiebe" verdient gehabt hätte, treffen die Kanadier zur allseitigen Überraschung in der Nachspielzeit doch noch zum 1:0. Südafrika scheidet dagegen als erste afrikanische Mannschaft aus. Hier geht es zum Spielbericht: Der Saxofonspieler im DFB-Trikot ist zurück auf den FanfestenSchon bei der Heim-Europameisterschaft vor zwei Jahren hat Andre Schnura die Massen mit seinem Saxofon zum Toben gebracht. Überall im Land spielte er Klassiker wie "Samba de Janeiro" oder den deutschen Tor-Jingle "Major Tom (völlig losgelöst)" von Peter Schilling – und die Leute rasteten aus.Zur Weltmeisterschaft ist Schnura zurück auf den Fanfesten des Landes – und scheint seine Songauswahl deutlich vergrößert zu haben: Er spielt "Mr. Saxobeat", "Sweet Caroline" und probt auch mal das Hüpfen von rechts nach links, einen Tanz, den die niederländischen Fans erfunden haben.Schnura – Markenzeichen: Kippe hinterm Ohr – hat laut seiner Webseite im niederländischen Arnheim Jazz und Pop-Saxofon studiert und arbeitet als professioneller Saxofonist und Musiklehrer. Mit einem Kumpel verkauft er ein "zeitgemäßes Saxofon", schreiben die beiden auf ihrer Homepage. "Wir wollten das Saxophon einfach wieder cool machen."Auf den Fanfesten im Land finden offenbar viele Leute Schnura und sein Instrument ganz cool. Nach der Niederlage Deutschlands gegen Ecuador feierten sie trotzdem zu seiner Blasmusik. War ja auch egal, das DFB-Team war virher schon weiter.Mal schauen, ob die Deutschen am Montagabend nach dem Sechzehntelfinale gegen Paraguay wieder echten Grund zum Feiern haben.Nagelsmann fällt im Fashionranking durchRückschlag für den deutschen Bundestrainer. Die New York Times hat die Outfits von allen 49 Trainern bei dieser Weltmeisterschaft bewertet. 49? Ja. Tunesien hatte zwei. Und der deutsche Bundestrainer landet ... auf Platz 47. Schockierend. Sein kurzärmliges, gestreiftes Poloshirt, das er gegen Curacao getragen hatte, sei so schlecht gewesen, er habe das sogar selbst gemerkt und zur Halbzeit getauscht, urteilt die renommierte Zeitung. Nagelsmann sei ja durchaus bekannt dafür "fashion risks" einzugehen. Vielleicht spielt der Autor auf das Holzfällerhemd an, das Nagelsmann bei seinem ersten Spiel als Bundestrainer in den USA trug. Noch eine schlechte Nachricht für Deutschland: Bestgekleideter Coach ist ausgerechnet Gustavo Alfaro, Trainer des Sechzehntelfinalgegners Paraguay.Südkoreas Trainer tritt zurückDas Vorrunden-Aus bei der Fußball-WM hat in Südkorea zu schnellen Konsequenzen geführt: Am Sonntag trat Chefcoach Myung-bo Hong zurück. „Ich entschuldige mich aufrichtig bei der koreanischen Öffentlichkeit, die unsere Mannschaft unterstützt hat. Heute trete ich von meinem Amt zurück“, erklärte der 57-Jährige auf einer Pressekonferenz im mexikanischen Zapopan, wo die Südkoreaner ihr Trainingslager bezogen hatten.Zuvor hatte Staatsoberhaupt Lee Jae Myung die Leistung der Mannschaft und des Trainerteams harsch kritisiert. Trainer Hong hatte vor allem wegen seines Verzichts auf Stürmer Heung-Min Son in der Startelf bei der unerwarteten 0:1-Pleite gegen Südafrika für Unmut gesorgt. Nach knapp zwei Jahren an der Seitenlinie Südkoreas endet nun seine Amtszeit.Stefan Reuter im SZ-Interview1990 wurde Stefan Reuter als Rechtsverteidiger Weltmeister mit Deutschland. Und heute? Beobachtet er aus der Ferne, wie sich das Nationalteam in der Besetzung seiner Position schwertut. Reuters Meinung: Joshua Kimmich sollte lieber im Mittelfeld auflaufen. Woran er das festmacht, lesen Sie im Interview unserer WM-Reporter Philipp Schneider und Philipp Selldorf:„Völlig fassungslos“: Südkoreas Präsident fordert nach WM-Aus eine UntersuchungLee Jae-myung, der südkoreanische Präsident von der Demokratischen Partei (DP), hat sich per Post auf X zum enttäuschenden Aus der Nationalmannschaft in der Vorrunde geäußert. Er schrieb unter anderem, dass er nicht bloß überrascht, sondern „völlig fassungslos“ darüber sei. Lee kritisierte zudem den Auswahlprozess von „Führungspersonen“, was man wohl auf den südkoreanischen Nationaltrainer Hong Myung-bo beziehen muss. Hong, der die Mannschaft seit 2024 bereits zum zweiten Mal betreut, steht in Südkorea schon länger in der Kritik.Wieder einmal, so Präsident Lee, habe sich gezeigt, dass Personalentscheidungen „entscheidend“ seien: „Wenn statt Kompetenz das Denken in „wir gegen sie“ Vorrang hat und eine inkompetente Person als Führungskraft ausgewählt wird, dann ist das Ergebnis von vornherein absehbar.“ Zwar gewann Südkorea das Auftaktspiel gegen Tschechien mit 2:1, doch es folgten zwei 0:1-Niederlagen gegen Mexiko und Südafrika. Das genügte nicht, um sich als Gruppendritter für die K.-o.-Runde zu qualifizieren. Er habe das zuständige Sportministerium gebeten, „die genauen Umstände dieses Vorfalls gründlich zu untersuchen, seine Ursachen zu analysieren und Maßnahmen zu erarbeiten, um eine Wiederholung zu verhindern und Verbesserungen sicherzustellen“, schrieb Lee. Fußball und Gefühle im österreichischen TVDas 3:3 der Österreicher gegen Algerien in der Nachspielzeit war auch ein, nunja, prägender Moment im ORF, wo Kommentator Daniel Warmuth zwar nicht narrisch wurde, aber doch beeindruckt war: „Bist. Du. Deppert, mich beutelt es komplett durch.“Uruguay versinkt im Frust – Trainer Bielsa brülltPechvogel Fernando Muslera und Uruguays gescheiterte Kicker zerstreuten sich wie geprügelte Hunde auf Linienflügen in alle Winde, Trainer Marcelo Bielsa rückte nach dem Desaster von Guadalajara ins Zentrum der Kritik. Eine fußballerische Kernschmelze inklusive Spielerrevolte wühlt das Land des zweimaligen Weltmeisters auf. „Ein harter Realitätsschock“ sei das peinliche Aus in der Gruppenphase, schrieb die Zeitung El Observador, die nach dem bitteren 0:1 (0:1) im abschließenden Vorrundenspiel gegen Spanien zum Rundumschlag ansetzte: „Bielsa hat die Natur Uruguays zerstört, die Spieler haben die eigene Geschichte verraten und die Funktionäre sind zu Geiseln ihrer eigenen Entscheidung geworden.“ Und auch bei Bielsa, der nun vor dem Abschied steht, lagen die Nerven derartig blank, dass er unmittelbar nach Abpfiff eine TV-Crew anschrie. „Jetzt macht schon!“, brüllte der Trainer-Veteran, weil es ihm mit dem Interview zu lange gedauert hatte. Als sich der 70-Jährige, der auch „El Loco“, der Verrückte, genannt wird, wieder etwas beruhigt hatte, zerlegte er sich auf der obligatorischen Pressekonferenz selbst. „Meine Zeit wird als eine Phase in Erinnerung bleiben, die nichts hinterlassen hat“, räumte er ein. Unrecht hat er nicht. Bielsas wohl letztes Turnier endete mit dem zweiten WM-Aus in der Vorrunde in Serie.Mehr ladenTickarooLive Blog Software