PfadnavigationHomePolitikAuslandRentenreform„Nicht nur den Bart abrasieren“ – JU-Chef verteilt Spitze gegen Markus SöderStand: 04:16 UhrLesedauer: 3 MinutenMarkus Söder trat zuletzt ohne seinen markanten Bart aufQuelle: Sven Hoppe/dpaMarkus Söder hatte sich gegen die von der Rentenkommission vorgeschlagene Abschaffung der Minijobs ausgesprochen. Dafür gibt es nun indirekte Kritik von Johannes Winkel. Der JU-Chef spielt dabei auch auf Söders Äußeres an.JU-Chef Johannes Winkel hat die geplante Rentenreform der Bundesregierung in einem Interview mit dem „Stern“ als „Gamechanger“ gelobt – und gleichzeitig eine Spitze an CSU-Chef Markus Söder verteilt. „Die Beiträge steigen zwar vorerst, aber dafür haben wir mit dem Einstieg in eine Kapitaldeckung eine echte Revolution geschafft“, sagte Winkel.Die von der Regierung eingesetzte Rentenkommission hatte zuletzt 33 Vorschläge unterbreitet. Darin vorgesehen sind unter anderem die Abschaffung der sogenannten „Rente mit 63“, die Einführung einer verpflichtenden Kapitalrente und die Abschaffung von Minijobs. Kanzler Friedrich Merz und Arbeitsministerin Bärbel Bas hatten sich die Vorschläge schnell zu eigen gemacht und eine hundertprozentige Umsetzung angekündigt. Lesen Sie auchCSU-Chef Söder hingegen stellte sich gegen den Vorschlag, Minijobs abzuschaffen. Reformen in dieser Hinsicht müssten mit sehr viel Sorgfalt gemacht werden. Man müsse „aufpassen, dass man nicht Schaden anrichtet, den man nach einem Jahr wieder korrigieren muss“, hatte Söder gesagt.Dafür gab es jetzt von JU-Mann Winkel versteckte Kritik. Der Vorsitzende der Nachwuchsorganisation wurde vom „Stern“ gefragt, ob die Einigkeit in der Union wegen Söders Ausführungen schon bröckele. Seine Antwort ist eine indirekte Spitze an den Ministerpräsidenten in Bayern, ohne dessen Namen zu nennen. „Die Kommission hat gezeigt, dass man zu einem großen Wurf kommen kann, wenn man unideologisch und an der Sache orientiert arbeitet. Das wünsche ich mir öfter auch von Politikern, die schon sehr lange dabei sind. Alle müssen jetzt ihrer Verantwortung für das Land gerecht werden, statt eine Rentenreform zu torpedieren, auf die Deutschland seit 30 Jahren wartet“, sagte Winkel. JU-Chef sprach sich für Abschaffung der Minijobs ausDann spielte er auch noch auf das Äußere Söders an, der sich kürzlich nach einem Rasier-Missgeschick den Bart abrasieren musste. „Nach vorn gerichtete Politik muss sich also nicht nur den Bart abrasieren, sondern auch mal alte Zöpfe abschneiden“, erklärte Winkel.Lesen Sie auchDer JU-Vorsitzende hatte bereits bekräftigt, dass er die Abschaffung der Minijobs richtig findet. „Minijobs sind vorprogrammierte Altersarmut“, sagte Winkel zuletzt beim Caritaskongress in Berlin. Sie seien nur für eine kurze Zeit hilfreich und böten den Unternehmen Flexibilität.Lesen Sie auchWinkel forderte die Bundesregierung in dem Interview weiter zu einer großen Steuerreform auf. „Es bringt wenig, eine Steuerreform zu verabschieden, die man im Portemonnaie kaum spürt, um die es aber vorher eine große politische Schlacht gibt“, sagte er. Die Zeit der Formelkompromisse sei vorbei. „Deshalb sollte das Volumen deutlich über 20 Milliarden Euro liegen“, forderte Winkel.Der Politiker will keine rote Linie bei der Steuerreform ziehen. „Ich bin generell nicht dogmatisch“, sagte er. „Die Rentenkommission hat gerade gezeigt, was möglich ist, wenn Leute aus ihren parteipolitischen Schützengräben herauskommen. Daran sollten wir uns auch bei der Einkommensteuerreform ein Beispiel nehmen.“ Winkel forderte zugleich die Streichung von Subventionen. „Wir bevorzugen am besten gar keine Branche und schaffen für alle die gleichen Ausgangsvoraussetzungen“, schlug der JU-Chef vor.luwi
Rente: „Nicht nur den Bart abrasieren“ – JU-Chef verteilt Spitze gegen Markus Söder - WELT
Markus Söder hatte sich gegen die von der Rentenkommission vorgeschlagene Abschaffung der Minijobs ausgesprochen. Dafür gibt es nun indirekte Kritik von Johannes Winkel. Der JU-Chef spielt dabei auch auf Söders Äußeres an.
Deutschland reformiert seine Rente: Abschaffung von Minijobs und Kapitaldeckung obligatorisch – Söder (CSU) blockiert, Winkel (JU) unterstützt den Wandel. Minijob-Ende verteuert HR dauerhaft in Deutschland – entscheidend für Manager-Kalkulation bei Tech-Team-Expansion in DACH und europäische R&D-Investitionen.











