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Rache ist ein verdammt gutes Motiv, auch im Fußball. Sie wird eine Rolle spielen, wenn Östereichs Nationalmannschaft am frühen Sonntagmorgen zum letzten Gruppenspiel bei der Weltmeisterschaft antritt – ausgerechnet gegen Algerien. Denn da ist noch eine Rechnung offen, seit 44 Jahren, die Algerier haben das nicht vergessen, und der Rest der Fußballwelt auch nicht.

Am 25. Juni 1982 führten Österreich und die Bundesrepublik Deutschland bei der WM in Spanien eines der berühmtesten Schurkenstücke der Fußballgeschichte auf. Ein knapper Sieg der Deutschen würde beiden Teams zum Weiterkommen reichen und die Algerier ausscheiden lassen, das war vor dem Anpfiff klar. Und so kam es auch, weil die Spieler mitten im Match das Spiel einstellten. Keine Dribblings mehr, keine Schüsse. Nur lustloses Geschiebe in Zeitlupe.