Zu Beginn dieses Newsletters geht es zum Lachen nach China. Meine Kollegin Maria Stöhr hat dort Yaoyao getroffen. Die 27-Jährige heißt eigentlich anders, aber das Pseudonym ist sicherer, weil die junge Frau in China, dem Land der Zensur, Witze macht.Viermal die Woche tritt Yaoyao in Peking auf. Zu Beginn der Show sagt der Moderator: »Hi, Leute, nehmt die Witze nicht persönlich. Und bitte meldet sie nicht den Behörden.«

Comedian Yaoyao in Peking: »Beim Auftritt für alle wie eine Befreiung«

In der Volksrepublik boomt Stand-up-Comedy. Die Zahl der Shows stieg im ersten Halbjahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 50 Prozent. Mehr als 600.000 Menschen kauften Tickets für Auftritte. Einzelne Comedysendungen werden bis zu acht Milliarden Mal im Internet aufgerufen.Und unter den Publikumslieblingen sind inzwischen viele Frauen. Onlinemagazine schreiben vom »Aufstieg der neuen weiblichen Stimmen«. Noch 2017 lag das Verhältnis von Männern und Frauen in landesweiten Comedyshows bei neun zu eins. 2025 standen dort fast genauso viele Frauen wie Männer auf der Bühne.Gleichzeitig wird die Zensur durch die chinesische Regierung immer drakonischer, das Risiko für die Comedians höher. In meiner Lieblingspassage des Textes sagt Yaoyao: »Nie gab es in China ein größeres Bedürfnis der Menschen, sich gemeinsam Luft zu verschaffen. Und nie wurde uns die Kehle mehr zugeschnürt.«Meiner Kollegin Maria ist es gelungen, eine eindrucksvolle Reportage über eine Frau zu schreiben, die dem Publikum mit ihren Witzen Raum zum Atmen gibt. Und zum Lachen. Ich empfehle Ihnen den Text sehr .